Entwicklung des fachlichen Teils desTierseuchenbekämpfungshandbuchs im Rahmen desKrisenmanagements der Behörde für Gesundheit undVerbraucherschutz in Hamburg

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Tierseuche , Krisenmanagement
DDC-Sachgruppe: Öffentliche Verwaltung

Kurzfassung auf Deutsch:

Tierseuchenausbrüche kommen immer wieder vor und können große wirtschaftliche Schäden verursachen oder zum Teil auch für den Menschen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Aktuell ist besonders die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa und die Geflügelpest in mehreren europäischen Staaten als Beispiel zu nennen. Aus diesem Grund ist eine schnelle und effektive Bekämpfung von Tierseuchen notwendig. Hierfür benötigen die einzelnen Bundesländer klare Organisationsstrukturen und sollten Tierseuchenausbrüche regelmäßig üben, um das reibungslose Arbeiten während einer Krise sicherzustellen oder auch neue Organisationsstrukturen, Technik oder ähnliches für den realen Krisenfall zu erproben. Ziel dieser Arbeit war daher das Erstellen des fachlichen Teils des Tierseuchenbekämpfungshandbuches für die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg sowie die Planung, Durchführung und Auswertung einer Tierseuchenübung. Für das Tierseuchenbekämpfungshandbuch wurde die Organisationsstruktur entwickelt und beschrieben und für die entsprechenden Funktionen detaillierte Beschreibungen verfasst. Auch die notwendigen Räumlichkeiten und die Technik, welche bei der Einberufung des Landeskrisenzentrums und Bekämpfungszentrums benötigt werden, wurden ermittelt und beschrieben. Für das Arbeiten während einer Krise wurden Funktions-Accounts angelegt und die nötigen Personalressourcen im Landeskrisenzentrum besetzt. Eine Tierseuchenübung für das Landeskrisenzentrum und Bekämpfungszentrum wurde geplant, durchgeführt und ausgewertet. Hier sollte insbesondere überprüft werden, ob in der zuvor entwickelten Organisationsstruktur gearbeitet werden kann und ob die vorhandenen Räumlichkeiten und die Technik ausreichend sind. Die Organisationsstruktur erwies sich als geeignet, jedoch muss vor allem die Zusammenarbeit zwischen dem Landeskrisenzentrum und Bekämpfungszentrum optimiert werden. Die Problematik lässt sich voraussichtlich am leichtesten beheben, wenn beide Stellen ihre Arbeitsweisen angleichen und klare Meldewege und Vorgehensweisen definieren. Die genutzten Räumlichkeiten und die Aufteilung des Landeskrisenzentrums wurden als akzeptabel definiert und können in Zukunft entsprechend beibehalten werden. Nur die Technik des Bekämpfungszentrums muss noch erweitert werden. Zudem benötigt das Bekämpfungszentrum die Möglichkeit über TSN Lageberichte zu erstellen. In Bezug auf das Tierseuchenbekämpfungshandbuch bestehen die nächsten Schritte in der Erstellung der speziellen Kapitel für einzelne Tierseuchen sowie der weiteren Entwicklung von Organisationsstrukturen und Funktionsbeschreibungen für das Bekämpfungszentrum, 7 Fazit 74 wie es bereits für das Landeskrisenzentrum geschehen ist. Zudem sollten sämtliche Optimierungen, welche im Rahmen der Übung ermittelt wurden, wiederum durch Übungen erprobt werden. Zukünftig sollte auch der Krisenstab, welcher dem Landeskrisenzentrum übergeordnet ist, in die Übungen involviert werden. Außerhalb der Übungen sollten das Landeskrisenzentrum und das Bekämpfungszentrum, also die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg und die einzelnen Bezirke in Hamburg, über den angelegten SharePoint zusammenarbeiten und dort gemeinsame Dokumente austauschen, vorhandene aktuell halten und regelmäßige Besprechungen zur Weiterentwicklung des Tierseuchen-Krisenmanagements durchführen.

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