Soziale Teilhabe älterer Menschen im Bezirk Hamburg-Altona am Beispiel von Mittagstisch-Angeboten - Eine Analyse lokaler Bedarfe und Ressourcen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Teilhabe , sozial , alt , Mensch , Erwachsener , Erwachsener <18- Jahre> , Mittag , Tageszeit , Angebot , Analyse , Bedarf , Bedürfnis , Ressourcen
DDC-Sachgruppe: Hauswirtschaft und Familienleben

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Der demographische Wandel und die Veränderung der Altersstruktur stellen die Politik und die Kommunen vor Herausforderungen und fordern aktives Handeln, um älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Um soziale Teilhabe und Gesundheit im Alter zu sichern, bedarf es an niedrigschwelligen Angeboten, wie Begegnungsstätten wie etwa in Form von Mittagstisch-Angeboten. Da keine Informationen über die Angebotssituation von Mittagstischen und deren Qualität für den Bezirk Altona vorhanden sind, ist eine Bedarf- und Ressourcenanalyse erforderlich. Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer quantitativen Voruntersuchung zur Feststellung ungedeckter lokaler Bedarfe an Mittagtisch-Angeboten in Altona. Darauf aufbauend soll durch eine Ressourcenanalyse ein Abbild der Angebotssituation erfolgen, Teilhabechancen identifiziert und Entwicklungspotenziale aufgezeigt werden. Anhand dieser Erkenntnisse sollen mögliche Handlungsempfehlungen für die Akteure des KGFM‘s aufgezeigt werden, um Angebote und Teilhabechancen älterer Menschen zu verbessern und zu sichern. Methode: Für die quantitative Voruntersuchung erfolgte eine ausgiebige Datenrecherche. Statistische Datenquellen konnten dem Fachamt für Sozialraummanagement in Altona und dem statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein entnommen werden. Für die Ressourcenanalyse wurde das qualitative Instrument eines leitfadengestützten Experteninterviews mit Mittagstisch-Anbietern gewählt. Die Interviews wurden aufgezeichnet, transkribiert und mittels eines Daten- und Textanalyse- Programms wurde eine qualitative Inhaltanalyse nach Mayring durchgeführt. Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die Bedarfsanalyse zeigt, dass eine Angebotsstruktur vorhanden ist, aber dennoch Hinweise auf ungedeckte Bedarfe festzustellen sind. Die Datengrundlage und die Anzahl der Angebote lassen in den Stadtteilen Altona-Altstadt, Lurup, Ottensen und Rissen Hinweise auf ungedeckte Bedarfe zu. Sollten Ressourcen für eine Neukonzeptionierung oder für einen Ausbau von Mittagstischen vorhanden sein, so sind genannte Stadtteile zu bevorzugen. Die Ressourcenanalyse zeigt, dass hinsichtlich der Angebotssituation und Teilhabechancen positive Entwicklungen festzustellen sind. Dennoch weisen die Ergebnisse Entwicklungspotenziale auf, die durch Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden. Dabei ist vor dem Hintergrund eines möglichen steigenden Bedarfs an Angeboten eine Übernahme der Verantwortung durch das KGFM empfehlenswert, um Hinweise auf ungedeckte Bedarfe weiterzutragen, Mittagtisch-Anbieter zu vernetzen und unterstützend bei Fragen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit zu wirken. Ein Netzwerk der Akteure von Mittagstischen und möglichen unterstützenden Projektteilnehmern empfiehlt sich als essentiell, um soziale Teilhabe und die Gesundheit älterer Menschen im Rahmen von Mittagstisch-Angebote zu stärken.

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