Auswirkungen des Klimawandels auf durch Stechmücken übertragene Infektionskrankheiten – Eine Risikobewertung für Hamburg

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Klimaänderung , Klima , Stechmücke , Infektionskrankheit , Übertragbare Krankheit , Infektiologie , Übertragung , Risikoanalyse , Hamburg
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Infektionskrankheiten, die durch Stechmücken übertragen werden, gewannen innerhalb der letzten Jahre auf europäischer Ebene an Bedeutung. Neben multiplen Einflussfaktoren, die im Zusammenhang mit der Globalisierung stehen, rücken Auswirkungen durch klimatische Veränderungen immer weiter in den Fokus. Auch in Deutschland werden zunehmend invasive Stechmückenarten in den südlichen und süd-westlichen Bundesländern vorgefunden, sodass eine gesteigerte Verbreitung und Populationsdichte für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann. Ziel dieser Arbeit ist es, die klimatischen Voraussetzun-gen der Metropolregion Hamburg in Bezug auf stechmückenübertragene Krankheiten zu analysieren und, mit Hilfe bestehender Daten zur vorherrschenden Stechmückenpopulation eine Risikoeinschätzung zur potenziellen Etablierung invasiver Arten und der Infektionswahrscheinlichkeit mit verschiedene Vi-ren abzugeben. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildet eine Querschnittserhebung in der Ham-burger Bevölkerung, welche Wissen, Erfahrung und Bewusstsein gegenüber Stechmücken und durch sie übertragene Krankheiten sowie einer Einschätzung der potenziellen Gesundheitsgefährdung im Zu-sammenhang mit klimatischen Veränderungen darlegen soll. Mit einem Stichprobenumfang von n=280 ermittelte die vorliegende Arbeit zusätzlich die Haltung der Bevölkerung gegenüber Stechmücken, um Aussagen über den Bedarf an gesundheitlichen Aufklärungsmaßnahmen treffen zu können und so einer Gesundheitsgefährdung präventiv vorzubeugen. Durch Sekundäranalysen des aktuellen Hamburger Klimaberichts und einer Studie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin wurde die Entwicklung des Klimas und der Stechmückensituation in Hamburg analysiert und dargelegt sowie Annahmen für die Zukunft getroffen. Die Ergebnisse zeigen, dass die klimatischen Projektionen für Hamburg grund-legend als ein Risikopotenzial für die Verbreitung und Etablierung invasiver Stechmückenarten einge-schätzt werden können. Einige klimatische Einflussgrößen unterliegen jedoch hohen Schwankungen, sodass es sich schwierig gestaltet verbindliche Aussagen zu treffen. Die Analyse von Extremwetterer-eignissen, wie Stürmen und Überschwemmungen in Verbindung mit hohen Temperaturen können sich begünstigend auf die Entwicklung und Etablierung von invasiven Stechmücken auswirken. Die Erhe-bung in der Bevölkerung legt dar, dass hinsichtlich des zukünftigen Gesundheitsrisikos Differenzen in der Einschätzung vorliegen und demnach die Anwendung von Schutzmaßnahmen genauer reflektiert werden muss. Durch verschiedene methodische Ansätze verleihen die Ergebnisse der vorliegenden Ar-beit dem Thema Stechmückenübertragene Krankheiten einen neuen Blickwinkel in Hamburg.

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