Surveillance in Europa : Benchmarking von nationalen Surveillance-Systemen

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Europa , Benchmarking , Infektionskrankheit , Beobachtung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Effektive nationale sowie internationale Surveillance-Systeme sind notwendig, um Veränderungen im Auftreten von Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Eine gut funktionierende Zusammenarbeit, in Form eines frühzeitigen Austauschs von Daten und Informationen zwi-schen den Ländern, bildet die Grundlage für Surveillance von Infektionskrankheiten in Europa. Neben der Darstellung von Surveillance von Infektionskrankheiten mit dem Fokus auf grenz-übergreifende Surveillance in Europa, vergleicht diese Arbeit nationale Surveillance-Systeme aus sechs europäischen Ländern (Ungarn, Deutschland, England und Wales, Finnland, Frankreich und den Niederlanden). Der Vergleich wurde in Form eines Benchmarking durchgeführt, mit dem Ziel Stärken und Schwächen des ungarischen Surveillance-Systems zu identifizieren. Ausgewählte Kriterien wie beispielsweise die Anwendung von Falldefinitionen, Frühwarnsysteme und epidemiologische Ausbruchsuntersuchungen wurden verglichen und bewertet. Die Arbeit zeigt, dass Ungarn ein gut funktionierendes Meldesystem für Infektionskrankheiten hat. Der Vergleich mit den fünf anderen europäischen Ländern zeigte jedoch auch, dass noch Potential zur Qualitätssteigerung vorhanden ist. Verbessert werden können insbesondere das Umwandeln von Daten zu Informationen und die generelle Durchführung von analytischen Ausbruchsuntersuchungen zur Aufklärung der Infektionsquelle. Diese und weitere Handlungsempfehlungen wurden an die ungarischen Entscheidungsträger vermittelt. Ein Goldstandard für Surveillance-Systeme in europäischen Ländern ist aufgrund der unterschiedlichen Ressourcen und Belastungen schwierig zu entwickeln. Dennoch kann ein entsprechender Datenaustausch funktionieren, wenn ein gemeinsames Verständnis von Methoden und Definitionen gegeben ist. Dann können epidemiologische Informationen, für eine auf Fakten gestützte europäische Gesundheitspolitik, eingesetzt werden.

Kurzfassung auf Englisch:

Effective national and international surveillance systems are needed to identify the occur-rence and trends of infectious diseases immediately. A functioning networking like early data exchange between European countries are necessary to have a good European surveillance system for communicable disease control and prevention system. The thesis describes surveillance of infectious diseases with a special focus on transnational surveillance networking in Europe. In addition the thesis demonstrates a benchmarking of surveillance systems from six European countries (Hungary, Germany, England & Wales, Finland, France, The Netherlands). The study aimed to identify strengths and weaknesses of the Hungarian surveillance system. The Benchmarking processes were performed with selected criteria (e.g. case definitions, early warning applications and outbreak investiga-tions) in order to analyse and describe them. It becomes obvious that Hungary has in general a well functioning communicable disease control and prevention system. Nevertheless other countries perform better in some areas, e.g. data analysis and early warning applications. Therefore different practical examples from surveillance systems selected in the study were demonstrated. Finally recommendations were given to the Hungarians stakeholders. A gold standard of surveillance systems in various European countries is very difficult to achieve, because of heterogeneity in e.g. disease burden, personal and financial resources. However a data exchange is functioning, if a common understanding of methods and case definition is given. Then it is possible that epidemiological information can be used in the public health policies for prevention and control measures.

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