Evaluation von Seminaren zur Gesundheitsförderung im Rahmen ärztlicher Weiterbildung : Stillen für Ärzte - Evidence based kontra Ideologie

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Evaluation , Stillen , Ärztliche Fortbildung
Freie Schlagwörter (Deutsch): seminar
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Ausschließliches Stillen während der ersten sechs Monate sichert eine optimale Ernährung, eine gesunde Entwicklung und ausreichendes Wachstum eines Säuglings. Eine optimale Ernährung ist sowohl für die Lebenserwartung als auch für die Gesundheit im Laufe des Lebens relevant. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNICEF, die Nationale Stillkommission, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfehlen, dass alle Kinder in den ersten sechs Monaten ausschließlich und danach mit geeigneter Beikost weiter gestillt werden sollen so lange Mutter und Kind dies wünschen. Aufgrund der geringen Stillquote in Mitteleuropa und den vielseitigen wissenschaftlich belegten auch längerfristigen Vorteile des Stillens, ist dringender Handlungsbedarf zur Förderung des Stillens erforderlich. Das Stillen sollte als ein gesundheitspolitisches Thema ersten Ranges betrachtet werden. Diese Arbeit befasst sich mit der Evaluation von Seminaren zur Stillförderung für Ärzte. Nach der Beschreibung zum Vorgehen dieser Evaluation erfolgt die Darstellung der Ergebnisse der Vorher-Nachher-Befragung und der Kontrollgruppen-Befragung sowie der Bewertung des Seminars durch die Seminar-Teilnehmer. Als Grundlage dazu dienen die aus beantworteten Fragebögen ermittelten Daten. Im Anschluß daran werden die Ergebnisse diskutiert und abschließend entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben.

Kurzfassung auf Englisch:

According to a representative German study of breastfeeding and nutrition of babies (SuSe-study) which was made between 1996 and 1998, the percentage of mothers willing to breastfeed was 90%, but only 33% still exclusively breastfed their children at the age of four months and still fewer mothers (only 10%) exclusively breastfed their six-months-old children. In view of the currently recommended period of six months of exclusive breastfeeding by WHO and UNICEF as well as diverse advantages for the mother’s and her child’s health and the health care system it self these results show the necessity of action. It is widely held in the international literature that the mother’s decision to breastfeed depends on the opinion of health care professionals, especially gynaecologist’s, already during her pregnancy. The success of exclusively breastfeeding for six months also depends on the encouragement young mothers recieve in maternity clinics. By analysing and evaluating several questionnaires answered by 52 doctors who participated in the advanced training “Breastfeeding - evidence based contra ideology” before and three to four months after the intervention an increasing knowledge is discernible. It is obvious that such further education for doctors is useful to increase their knowledge so that they are perfectly qualified to give expectant mothers advice on how to breastfeed and make them aware of various advantages. In order to allocate consulting resources more effectively appropriate concepts have to be developed and promoted. Nevertheless an interdisciplinary cooperation between institutions looking after mother and child are absolutely necessary.

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