Optimierte Patientenbehandlung durch moderne VersorgungskonzepteRegionale Kooperation von ambulanten und stationären Leistungserbringern

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Medizinische Versorgung , Disease Management , Medizinisches Versorgungszentrum , Managed Care
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland kann als sehr gut bezeichnet werden, ist jedoch bei rückläufigen Einnahmen und steigenden Kosten der GKV in der bestehenden Form nicht mehr finanzierbar. In der vorliegenden Arbeit wird die Entwicklung zweier wesentlicher Kostenfaktoren, der stationären und der ambulanten medizinischen Versorgung in ihrer historischer Entwicklung beschrieben und der aktuelle Zustand aufgezeigt. Es werden die durch das GKV Modernisierungs-Gesetz möglich gewordenen sektorenübergreifenden Versorgungskonzepte wie Disease Management Programme (DMP), Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Integrierte Versorgung (IV) für eine patientenorientierte Versorgung vorgestellt, diskutiert und auf ihre Durchführbarkeit analysiert. In Interviews mit Meinungsbildnern des Gesundheitsmarktes werden die Probleme der bestehenden Krankenversorgung mit getrennten Budgets und Schnittstellen-problematik diskutiert und Vorstellungen zu o. g. neuen Versorgungsmodellen aufgezeigt, durch qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet und mit der vorhandenen Literatur belegt. Die Ergebnisse zeigen, dass auch die neu implementierten Konzepte Probleme in der Umsetzung aufwerfen durch hohen bürokratischen Aufwand, komplizierte Vertragsgestaltung, und vor allem durch die immer noch bestehende sektorale Budgetierung und damit schwierige Honorierung der verschiedenen Leistungser-bringer. Dennoch wird anhand der durchgeführten Analysen von Interviews und Literatur deutlich, dass Strukturveränderungen auf dem Gesundheitssektor unumgänglich sind. Alle Gesprächspartner waren sich einig in der Einschätzung, dass sowohl der ambulante wie auch der stationäre Bereich schrumpfen müssen und auch werden und dass beide Sektoren enger zusammenarbeiten müssen, um unnütze Kosten z. B. durch Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Es werden regional durchführbare moderne Versorgungskonzepte vorgestellt, die aufgrund bereits vorhandener kooperativer Strukturen zwischen den verschiedenen Sektoren der Gesundheitsanbieter Chancen auf erfolgreiche Umsetzung haben, und damit eine optimierte Patientenbehandlung möglich machen.

Kurzfassung auf Englisch:

Medical care in Germany is one of the best in the world. Decreasing funds and increasing costs will lead to deficits and finally to the collapse of the health insurance system. To understand the problems of the German health system, the historical development and the actual situation of the ambulatory and hospital medical care are described in detail. Newly implemented concepts of health care, such as DMP, integrated care and medical care units, are presented and discussed in this study. Interviews with various representatives of the German health care system (e.g. doctors, managers/ chairmen of hospitals, health insurance companies and patients) were evaluated by qualitative analysis of content and put to discussion afterwards. The presented data emphasize the necessity to bring about vast structural changes in Germany´s health care system in the future. Furthermore it is shown that even the newly implemented combination of ambulatory and hospital sector is plagued by numerous problems such as high bureaucracy, complicated contracts and budget negotiations. Nevertheless cost reduction is the major topic. Both sectors - ambulatory and hospital medical care - will have to diminish in numbers eventually. To compensate this development cooperation and internal improvements are needed for the sake of patients welfare. Formerly separate budgets and functions will also see further integration and combination. The creation of a complex network including unified information technologies and unified patient-files is in order. Regional cooperations that already exist in Harburg are used as an example of the aforementioned issues.

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