Gesundheitsförderung für Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund –Umsetzungsmöglichkeiten im Raum Oldenburg/Niedersachsen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesundheitsförderung , Migrationshintergrund , Kind
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund weisen in einigen gesundheits-relevanten Faktoren häufiger Defizite auf, als ihre deutschen Altersgenossen. Zudem leben sie häufiger in sozial benachteiligten Lagen und haben schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung und Bildung. Dies wirkt sich ebenfalls negativ auf deren Gesundheitszustand und –verhalten aus. Aus diesen Gründen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Verringerung dieser Defizite und Stärkung der Ressourcen von Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund durch Gesundheitsförderung. Methode: Um einen Überblick über die aktuelle gesundheitliche und strukturelle Lage der Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund zu bekommen, wurden amtliche Statistiken und Erhebungen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes verwendet. Ergänzend erfolgte eine Bearbeitung von Fachliteratur zur sozialen Lage und Lebenswelten von Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund. Mit Hilfe von Experteninterviews wurden Umsetzungsmöglichkeiten, Zugangswege und Hindernisse von drei ausgewählten Projekten der Gesundheitsförderung aus Oldenburg dargestellt. Ergebnisse: Gesundheitsförderung für Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund in Oldenburg ist vielfältig und erfolgreich umsetzbar. Umsetzungsstrategien der vorgestellten Projekte sind Gesundheitsförderung durch Bewegung, Bildung und Beratung bzw. Informationsweitergabe. Als erfolgreiche Zugangswege zur Zielgruppe für diese Projekte haben sich Mund-zu-Mund-Propaganda und muttersprachliche Informationen in Kitas und kulturellen Freizeiteinrichtungen erwiesen. Barrieren und Hindernisse sind der erschwerte Zugang zu den Eltern, kulturelle Unterschiede innerhalb der Zielgruppe, fehlende interkulturelle Materialien und der Projektcharakter (befristete Laufzeiten und Finanzierung). Diskussion: Evidenzbasierte Forschung und Evaluationen zur Effizienz und Qualität befinden sich im Bereich der Gesundheitsförderung noch im Anfangsstadium. Auch die Datenlage zur gesundheitlichen und sozialen Lage von Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund weist Defizite auf und erfordert weitere Erhebungen. Es sollte Ziel der Politik auf allen Ebenen sein, Rahmenbedingungen für gleiche Gesundheits- und Bildungschancen für Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund zu schaffen.

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