Allergieprävention im Säuglings- und Kleinkindalter – Entwicklung von Ernährungsinformationsmaterial

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Allergie , Prävention , Säugling , Kleinkind , Ernährung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Häufigkeit Atopischer Erkrankungen nimmt in Deutschland zu. Im Säuglingsund Kleinkindalter treten diese häufig in Assoziation mit IgE-mediierten Nahrungsmittelallergien auf. Eltern betroffener Kinder stellt der richtige Umgang mit diesem Krankheitsbild vor besondere Herausforderungen. Der Vorbeugung allergischer Erkrankungen kommt vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung zu. Die Allergieprävention lässt sich, je nachdem, ob sie bereits im Vorfeld der Erkrankung/Allergieentstehung oder nach erfolgter Erstmanifestation ansetzt, in verschiedene Bereiche untergliedern. Die Maßnahmen der Primärprävention zielen darauf ab, bereits die erstmalige Manifestation atopischer Erkrankungen zu verhindern. Hingegen sollen durch sekundäre und tertiäre Präventionsmaßnahmen eine Verschlimmerung oder Chronifizierung vermieden und so der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst werden. Um die Effektivität allergiepräventiver Maßnahmen zu gewährleisten, ist es erforderlich, Eltern erkrankungsgefährdeter Kinder frühzeitig, am besten bereits vor oder in der Schwangerschaft, über evidente Maßnahmen zu informieren. So kann auch verhindert werden, dass veraltete und teilweise für die Gesundheit und Entwicklung des Kindes gefährliche Maßnahmen angewendet werden. Gerade über die Eignung der Empfehlungen zur Primärprävention herrscht jedoch in Deutschland teilweise Uneinigkeit. Die bestehenden Empfehlungen werden in dieser Arbeit daher hinsichtlich ihrer Aktualität und Evidenz diskutiert. Für bereits diagnostizierte Nahrungsmittelallergien gilt die Karenz derzeit als einzige kausale Behandlungsmethode. Ein absoluter Verzicht auf Kuhmilch oder Hühnerei ohne fachliche Hilfe birgt jedoch Schwierigkeiten und die Gefahr einer Mangelversorung des Kindes. Eltern, bei deren Säugling oder Kleinkind eine Nahrungsmittelallergie (am häufigsten gegen Kuhmilch oder Hühnerei) festgestellt wurde, benötigen daher unmittelbar Hilfe und Unterstützung in der Durchführung sekundär- und tertiärpräventiver Maßnahmen. Broschüren, in denen die jeweiligen Informationen pädagogisch didaktisch ausgearbeitet und "heruntergebrochen" wurden, können erste Auskünfte geben und, im Falle einer Nahrungsmittelallergie, den Weg in die Ernährungsberatung weisen. Weitere Kriterien, die optimales Ernährungsinformationsmaterial erfüllen muss, werden in dieser Arbeit untersucht. Die Vorgehensweise bei der Erstellung der Broschüren wird dargelegt und anhand von Beispielen veranschaulicht.

Kurzfassung auf Englisch:

Atopic Diseases become more frequent in Germany. Very often Atopic Diseases appear allied to IgE-mediated food allergies. Thus parents of affected children are highly challenged by required advise and treatment. Therefore this thesis is mainly focusing on preventing methods of those allergic diseases mentioned above. Allergy prevention and reduction can be subdivided into different strategies, depending on recognizing the disease or allergy disposition prior to emergence or after the first manifested eruption. The measurements of basic prevention are targeting towards primary appearances of Atopic Diseases – contrasting secondary and further strategies which are applied in avoiding exacerbation or permanence, especially by influencing a favourable course of the disease. To ensure the effectiveness of allergy preventive measurements it is necessary to inform the parents of allergy endangered children at an early stage about evident strategies, most suitable before or during pregnancy. Thus obsolete treatments can be avoided, even being either partial dangerous to health or child development. However in Germany there are diverging opinions to be found to some extent concerning the suitability of recommendations regarding evidence and contemporarity. At present abstention is referred to be the only causal strategy treating diagnosed food allergies. Yet, an absolute renunciation of cow´s milk or hen’s egg denying professional help, may imply difficulties and danger of deficiencies in the nutrition of the child. Therefore, parents, whose baby or infant has been diagnosed with food allergy (most frequently cow´s milk proteins or chicken egg proteins), need immediate help and support in accomplishing secondary- and tertiary preventive treatments. Booklets in which the respective information has been issued didactically ‘simplified’, generally provide basic information and show ways to find consulting institutions advising and helping with food allergies and nutrition. Furthermore, the thesis examines special criteria of informing about optimal diet and nutrition. The procedure of preparing the booklets is profoundly explained and illustrated by examples.

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