Gesundheitsfördernde Lichtgestaltung –Eine Herausforderung für Public Health, Medizin undIndustrie

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesundheitsförderung , Beleuchtung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Studien zufolge haben Personen, die häufig nachts künstlichem Licht ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Schichtarbeiter, ein höheres Risiko an Brust- und Prostatakrebs zu erkranken als Personen, die nicht exponiert sind. Fakt ist, dass das Hormon Melatonin nachts von der Zirbeldrüse gebildet wird, durch Licht aber gehemmt werden kann. Melatonin weist Eigenschaften auf, die vermutlich vor Krebs und anderen Erkrankungen schützen. Bisherige epidemiologische und biologische Hinweise deuten an, dass durch bewusste Lichtgestaltung die Gesundheit der Bevölkerung gefördert werden könnte. Die Wirkmechanismen von Licht auf den Körper und die Gesundheit sind noch nicht ausreichend erforscht. Vom Public Health Standpunkt aus betrachtet ist es notwendig die Verbindung zwischen Licht und Gesundheit weiter interdisziplinär zu untersuchen. Sollte sich die These bestätigen, dass Licht bei Nacht Krebs oder andere Erkrankungen begünstigt, müssen entsprechende physiologische Beleuchtungsmöglichkeiten entwickelt und angewendet werden. Der biologische Aspekt von Beleuchtung hat sich in der Lichtplanung noch nicht flächendeckend durchgesetzt, findet jedoch zunehmend Beachtung. Das Potential von Licht zur Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden zu nutzen, kann als neuer Anspruch an modernes Lichtdesign betrachtet werden.

Kurzfassung auf Englisch:

Previous research suggests that population groups who are frequently exposed to artificial light, such as shift workers, are at higher risk to develop breast and prostate cancer. Evidence exists on the fact that the production of the hormone Melatonin by the pineal gland occurs at night, but it can be blocked by light. Certain characteristics of Melatonin indicate that the production of this hormone may prevent the development of cancer and other diseases. Previous epidemiological and biological research shows that deliberate planning of light composition can promote population health. To date, the mechanisms of light and its effects on the human body and health have not been assessed adequately yet. From a Public Health point of view, it is necessary to conduct further interdisciplinary research to determine if a causal association exists between light and health. If the hypothesis that artificial light at night increases the risk of cancer or other diseases should be confirmed, appropriate physiological illumination possibilities are recommended to be developed and applied. The biological aspect of illumination planning has not been enforced comprehensively, however, is being given increasing attention recently. Utilising the potential of light to increase health and well-being can be regarded as a new standard of light design.

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