Die Bedeutung von Mikronährstoffen bei HIV/AIDS in Sub-Sahara-Afrika

URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Nährstoffversorgung , HIV , Subsaharisches Afrika
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Sub-Sahara-Afrika ist weltweit die am stärksten von HIV/AIDS betroffene Region (UNAIDS, 2010). Die in Sub-Sahara-Afrika vorherrschende Armut und HIV/AIDS stehen in einer Vielzahl von Wechselwirkungen, so dass der Ernährungszustand der Betroffenen nicht nur durch HIV/AIDS an sich (Kasper, 2000), sondern auch durch armutsbedingte Faktoren, wie Mangelernährung und Ernährungsunsicherheit stark beeinträchtigt wird (Tietze, 2010). Für die Versorgung mit der notwendigen antiretroviralen Therapie fehlen die finanziellen Mittel. In Bezug auf alternative Therapiemethoden rücken Mikronährstoffe zunehmend ins Zentrum des Interesses. Diese Arbeit beschreibt sechs klinische Studien, welche die Wirkung von Mikronährstoffen bei HIV/AIDS in Sub-Sahara-Afrika untersuchten. Desweiteren werden anhand der Vorstellung von drei Praxisprojekten Beispiele für ernährungsbezogene Maßnahmen bei HIV/AIDS angezeigt. Zudem wird der Stellenwert der Ernährung bei internationalen HIV/AIDS Aktivitäten wird verdeutlicht. Die Ergebnisse der Studien zeigen positive Wirkungen der Mikronährstoffe auf HIV-Progression, HIV Symptome, Mortalität, Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Gewicht von HIV-infizierten Schwangeren. Viele Organisationen und Regierungen berücksichtigen mittlerweile den Aspekt der Ernährung in ihren HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategien. Typische ernährungsbezogene Maßnahmen sind der Anbau von nährstoffreichen Lebensmitteln in Haus- oder Gemeinschaftsgärten, sowie die Versorgung mit supplementierter Nahrung. In den drei vorgestellten Projekten bringen diese Maßnahmen noch Zusatznutzen, welche die Wechselwirkungen zwischen Armut und HIV/AIDS berücksichtigen. Insgesamt spielen sowohl die weitere Forschung, als auch die flächendeckende Umsetzung von Maßnahmen eine wichtige Rolle im Kampf gegen HIV/AIDS.

Kurzfassung auf Englisch:

Sub-Saharan-Africa is the world’s most affected region by HIV/AIDS (UNAIDS, 2010). The prevailing poverty in Sub-Saharan-Africa and HIV/AIDS are involved in several vicious cycles. Thereby the nutritional status of the people concerned is not only impaired by HIV/AIDS itself (Kasper, 2000), but also by malnutrition and food insecurity driven by poverty (Tietze, 2010). There is not enough money for the required antiretroviral therapy. By looking for alternative therapy Micronutrients increasingly awake interest. This paper presents six clinical trials that examined the effects of micronutrients on HIV/AIDS in Sub-Saharan-Africa. Furthermore three interventions are presented to show examples for nutritional interventions to reduce HIV/AIDS. A lot of organizations and governments consider by now the nutritional aspect in their HIV/AIDS strategies. The significance of nutrition in HIV/AIDS activities is pointed up. The clinical trials show improvements concerning HIV progression, HIV symptoms, mortality, mother-to-child transmission of HIV and weight of HIV positive pregnant women. A lot of organizations and governments consider by now the nutritional aspect in their HIV/AIDS strategies. The growing of highly nutritious food in home or community based gardens and the supply of supplemented food are common nutritious interventions. The three presented projects also provide additional benefits that respond to the interactions of HIV/AIDS and poverty. All in all both research and comprehensive implementation of the measures play a major role in the fight against HIV/AIDS.

Hinweis zum Urherberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.