Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS): der verborgene Co-Faktor bei Essstörungen im Erwachsenenalter

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom , Essstörung , Fettsucht
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Während sich in der Diagnostik und Therapie von erwachsenen ADHS-Betroffenen ein wachsendes Bewusstsein für deren psychische Begleitumstörungen einstellt, ist dieses umgekehrt in der Behandlung von Essstörungen (noch) nicht der Fall. Geringe Therapieerfolge insbesondere im Falle hochgradiger Adipositas, aber auch bei Bulimia nervosa und binge eating lassen es zwingend notwendig erscheinen, bisher unberücksichtigte Komorbiditäten in die Diagnose einzubeziehen. Die Analyse der in dieser Arbeit vorgestellten empirischen Studien bietet Evidenz, dass das manifeste abnorme Essverhalten die komorbide Begleitstörung einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein kann. Neurobiologische Ungleichgewichte und Dysfunktionen des Neurotransmitters Dopamin im mesokortikolimbischen Regelkreis werden als Ursache diskutiert. Behandler von Essstörungen sollten in ihrer Diagnose auch eine mögliche ADHS-Symptomatik abklären.

Kurzfassung auf Englisch:

Empirical studies, presented in this thesis, show evidence that adults eating disorders like extreme obesity, binge eating and bulimia nervosa, may be a psychological comorbidity of attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD). Neurobiological imbalances and dysfunctions of dopamine in the mesocorticolombic pathway are discussed as a common basis. Therapists should therefore look after ADHD, too, when diagnosing eating disorders.

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