Ernährungssituation und Ernährungsverhalten von Migranten in Deutschland.Was ist bekannt und was sollte noch erforscht werden?

URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Einwanderer , Ernährungslage , Ernährungsgewohnheit , Forschung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Ungefähr ein Fünftel der deutschen Bevölkerung hat einen Migrationshinter-grund. Die vorliegende Arbeit befasst sich daher mit der Ernährungssituation von Migranten in Deutschland. Es sollen Unterschiede im Ernährungsverhalten, in der Lebensmittelauswahl sowie dem Ernährungszustand verschiedener Migrantengruppen im Vergleich zu Deutschen herausgefunden werden. Dazu werden die Ergebnisse aus verschiedenen Studien zum genannten Themenkomplex analysiert und miteinander verglichen. Eine dieser Studien stellt beispielsweise die Adipositas-Prävalenz von Kindern mit Migrations-hintergrund im Vergleich zu deutschen Kindern dar. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder aus Migrantenfamilien signifikant häufiger übergewichtig oder adipös sind als Kinder ohne Migrationshintergrund. Neben dem Ernährungszustand befassen sich einige Studien mit dem Essverhalten von erwachsenen Migranten, bzw. Kindern von Migranten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Verzehr von Süßwaren und Fast Food bei Kindern aus Migrantenfamilien höher ist als bei Kindern aus deutschen Familien. Daher wird ihr Ernährungs-muster hinsichtlich der Empfehlungen zur „Optimierten Mischkost“ des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund weniger günstig eingeschätzt, als das deutscher Kinder. Erwachsene Migranten behalten ihre traditionellen Ernähungsgewohnheiten oft bei, übernehmen jedoch zusätzlich typisch deutsche Lebensmittel und Mahlzeitenstrukturen. Vor allem für türkische Migranten sind religiöse Speisevorschriften sehr wichtig. Es gibt bisher nur wenig Literatur zu diesem Thema, die in den Vergleich einbezogen werden konnte. Es besteht daher noch ein großer Forschungsbedarf.

Hinweis zum Urherberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.