Erinnerte elterliche Erziehungsstile bei AlkoholabhängigenEine Untersuchung anhand des Fragebogens zu Erziehungsstilen und Erziehungspraktiken (FEPS)

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Erziehungsstil , Alkoholiker , Eltern
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Einleitung: Die Art des Erziehungsstils kann als Risikofaktor für die spätere Entstehung von Suchterkrankungen gesehen werden. Häufig wird das Parental Bonding Instrument nach Parker et al. genutzt, um hier einen Zusammenhang aufzuzeigen. Dieses Instrument wurde 2006 zum FEPS weiterentwickelt, welches zwei zusätzliche Skalen zum Belohnungs- und Bestrafungsverhalten enthält. Es findet in dieser Arbeit im Zusammenhang mit Sucht erstmalig Anwendung. Ziele: Anhand einer Stichprobe alkoholabhängiger Patient-/Innen im stationären Entzug sollen Zusammenhänge zwischen lieblos-kontrollierendem elterlichen Erziehungsstil sowie einem hohen Maß an elterlichen Bestrafungsmaßnahmen bei niedriger materieller Belohnung und Sucht nachgewiesen werden. Ebenso soll eine Klärung geschlechtsspezifischer Unterschiede erfolgen. Methoden: Erhebung der Soziodemographie sowie Daten zur Charakteristika der Alkoholabhängigkeit via Fragebogen; Auswertung des Fragebogens FEPS mittels deskriptiver Statistik und Mittelwertvergleich; Komogorov-Smirnov-Anpassungstest auf Normalverteilung; geschlechtsspezifischer Mittelwertvergleich mittels Mann-Whitney-U-Test. Ergebnisse: Es ergibt sich keine Bestätigung der in aus der Literatur hervorgehenden Annahme des von niedriger Fürsorge bei niedriger Autonomie geprägtem Erziehungsstil bei alkoholabhängigen Patient/Innen. Ebenso sind keine Auffälligkeiten beim Belohnungs- und Bestrafungsverhalten nachweisbar. Geschlechtsspezifisch zeigen sich bei der Mutter signifikante Geschlechtsunterschiede in den Merkmalen „Fürsorge“ sowie „geringe materielle Belohnung“ (p= 0,0; p= 0,0), beim Vater zeigen sich signifikante Unterschiede bei den Merkmalen „geringe Bestrafung“ sowie „geringe materielle Belohnung“ (p= 0,006; p= 0,017). Diskussion: Die Ergebnisse stimmen nicht mit der Grundannahme überein. Es gilt zu klären, worauf diese Ursache zurückzuführen ist. Es ist zu bedenken, dass es sich bei der Vergleichsstichprobe ebenfalls um eine selektierte Stichprobe handelt und somit keine der beiden Gruppen einen Rückschluss auf die Allgemeinbevölkerung zulässt.

Kurzfassung auf Englisch:

Introduction: The type of child rearing is a possible risk factor for developing additional behaviour. The parental bonding instrument (Parker et al. 1979) is a commonly used instrument for showing correlations between rearing styles and addiction. In 2006, Richter-Appelt et al. enhance this instrument through adding two different scales, named “material rewarding” and “punishment”. This instrument is called FEPS. Aims: Application of FEPS on a sample of alcohol addicted patients in in-patient detoxification. This should show correlations between affectionless-controlled rearing style, parental punishment, lack of material rewarding and drug use. Furthermore it should show gender specific differences. Methods: Survey of sociodemographie and characteristics of alcohol addiction via questionnaire; Analysis of FEPS questionnaire by descriptive statistics and mean comparison test; Komogorov-Smirnov-Test for Gaussian distribution; gender specific mean comparison test (Mann-Whitney-U-Test) Results: There is no confirmation of former hyperthesis. So alcohol addicted patients are not affected by affectionless-controlled parental rearing style. Furthermore, there are no specifics concerning parental rewarding and punishing style. There are significant gender specific differences in the dimension of “care” and “low material rewarding” on mothers side (p= 0,0; p= 0,0). There are also differences in “low material rewarding” and “low punishment” on fathers´ side (p= 0,006; p= 0,017). Discussion: The results of this study don’t match the basic assumptions. It has to be clarified what could be the reason for these results. It has to be considered that the comparative sample is also a selective sample. So these results allow no inferences to be made about the general population.

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