Ju-Jutsu und Bibliotheken : Evaluation eines Kooperationsprojekts der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen und des Hamburgischen Ju-Jutsu-Verband e.V.

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Information
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Ju-Jutsu , Hamburg / Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen , Interkulturelle Erziehung
DDC-Sachgruppe: Bibliotheks- und Informationswissenschaft

Kurzfassung auf Deutsch:

Fast ein Fünftel der deutschen Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Bibliotheken können einen Beitrag leisten, diesen Menschen die Integration zu erleichtern und gleichzeitig den interkulturellen Austausch fördern. Sie gelten als niedrigschwellige Orte, die kulturübergreifend als Bildungsinstitution akzeptiert werden. In Ländern wie den USA oder Dänemark gibt es schon seit Jahren erfolgreiche Bibliotheksangebote für Zugewanderte. Dort hat sich gezeigt, dass neben Sprachkursen vor allem Informationsveranstaltungen interessiert von dieser Zielgruppe angenommen werden. Darin werden Themen wie Existenzsicherung, Wohnungs- und Arbeitssuche, Gesundheitsthemen und Sozialdienste aufgegriffen. Für die Gestaltung dieser Angebote werden Kooperationen mit Sozial- und Informationseinrichtungen eingegangen. Der Kooperationspartner ist dabei meist für den fachlichen Teil verantwortlich, und die Bibliothek stellt den Raum und Literatur zu den Themen zur Verfügung. Im Rahmen ihrer interkulturellen Arbeit haben sich die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen nun für ein ähnliches Projekt entschieden. In Kooperation mit dem Hamburgischen Ju-Jutsu-Verband fanden in der Zentralbibliothek und in der Stadtteilbibliothek Dehnhaide sogenannte Selbst-Sicherheits-Kurse für Frauen statt. In theoretischen und praktischen Einheiten wurden darin die Themen Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung behandelt. Die Bibliotheken ihrerseits unterstützten die Inhalte durch die Präsentation passender Medien und stellten sich den Teilnehmerinnen als Institution vor. Thema dieser Arbeit ist die Evaluation der Kooperation. Ausgangsfrage ist dabei, inwiefern diese Kooperation für die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen sinnvoll ist und ob sie einen Vorteil daraus ziehen können. Weiterhin wird geklärt, ob das Angebot für die Zielgruppe von Interesse ist und ob sich die Inhalte des Kurses durch die Bestände der Bibliothek unterstützen lassen. Für die Evaluation kamen sowohl qualitative als auch quantitative Methoden der Sozialforschung zum Einsatz. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für zukünftige Kooperationen mit dem Hamburgischen Ju-Jutsu-Verband.

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