Fruktosemalabsorption und Therapie

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Stoffwechselstörung , Fructoseunverträglichkeit , Therapie
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Diese Bachelorarbeit „Fruktosemalabsorption & Therapie“ umfasst einen Theorieteil mit den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft und einen Praxisteil mit der Auswertung einer Befra-gung von Patienten mit FM. In einer Praxis für Gastroenterologie in Hamburg traten während der Therapie von Patienten mit FM Erscheinungen auf, die auf eine zusätzliche Saccharose-unverträglichkeit hindeuten. Mit einer retrospektiven Patientenbefragung wurde anschließend versucht diese Hinweise zu überprüfen. Durch die Befragung der Patienten sollte außerdem die durchgeführte Stufendiät nach Werfel und Reese (2006) evaluiert werden. Die Daten von 107 Patienten wurden mittels eines standardisierten Fragebogens erhoben. Die Auswertung des Fragebogens bestätigt eine vorhandene Saccharoseunverträglichkeit im Patientenkollektiv. Es besteht die Vermutung, dass Saccharose nur von denjenigen Patienten nicht vertragen wird, die zusätzlich zur FM auch an RDS oder weiteren Erkrankungen leiden. Die Auswertung der Antworten zu den Fragen bezüglich der Stufendiät ergibt eine deutliche Verbesserung der Beschwerden. Der Hauptgrund für die Verbesserung der Beschwerden ist die Einschränkung von fruktose- und zuckerhaltigen NM. Nur 15 Personen der befragten Patienten konnten eine Verbesserung in der Verträglichkeit von bestimmten fruktose- und zuckerhaltigen NM verzeichnen. Nach der Einführungsphase haben einige Patienten die Diät nicht mehr kontinuierlich eingehalten. Eine ungenügende Testphase der NM könnte der Grund dafür sein, weshalb viele Patienten nicht genau wissen, welche NM für sie besonders unverträglich sind. Diese Untersuchung ist ein gutes Beispiel dafür, weshalb Experten das Syndrom bis heute als zu wenig erforscht bewerten und weiterhin Bedarf besteht, sich mit FM in der Forschung auseinanderzusetzen. Um die Erkenntnisse aus dieser Untersuchung verlässlich auf die Grundgesamtheit übertragen zu können, sollten tiefergehende Untersuchungen an diese Arbeit anschließen. Darin könnten Gründe untersucht werden, welche Aspekte die Patienten dazu veranlassen, die Therapie nicht kontinuierlich einzuhalten und inwieweit eine kontinuierliche Durchführung der Diät bei allen Patienten möglich ist, durch die die Beschwerden weiter verringert werden können. Außerdem wäre eine kontrollierte Folgeuntersuchung zur Saccharoseun-verträglichkeit notwendig, um zu erfahren inwieweit die Kombination aus der Unverträglichkeit von Saccharose und FM mit weiteren Erkrankungen zusammenhängt.

Kurzfassung auf Englisch:

The thesis „Malabsorption of Fructose & Therapy“ includes both a theoretical part with the cur-rent state of scientific knowledge in this area and a practical part which consists of a survey of patients having fructose malabsorption. In a surgery for gastroenterology in Hamburg for pa-tients with fructose malabsorption appearances have been observed which indicate additional sucrose intolerance. In the following a retrospective patient survey has been conducted in order to verify those hints. By interviewing the patients it was made the attempt to evaluate the ap-plied “level diet” of Werfel and Reese (2006). The data of 107 patients were assessed using a standardized questionnaire. The results confirmed existing sacrose intolerance in the patients collective. There is the presumption, that sacrose is only not tolerated by those patients that additionally to FM suffer from the irritable bowel syndrome or other diseases. The analysis of responses concerning the “level diet” confirms a significant improvement of the symptoms. The main reason for this improvement is the restriction of fructose- and sugar con-taining aliments. Only 15 of the patients surveyed were able to record an improvement in toler-ance of specific fructose- and sugar containing aliments. After the period of introduction some patients did not continuously follow the diet. An inade-quate period of testing of aliments could be the reason why many patients do not know exactly for which aliments they have intolerance. This study is a good example of why experts until today judge this syndrome as too less studied and why there is still a need to deal with fructose malabsorption in research. In order to transfer the findings of this study reliably to a population, further in depth investiga-tions should be made in the future. One possibility could be the analysis of reasons which cause the patients not following of the therapy and to what extent a continuous diet for all patients could be possible in order to improve the symptoms. In addition, a controlled follow-up study to sucrose intolerance would be necessary to learn how the combination of sucrose intolerance and fructose malabsorption is linked to other diseases.

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