Gesättigte Fettsäuren und das Risiko für koronare Herzerkrankungen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesättigte Fettsäuren , Koronare Herzkrankheit
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf :

Aufgabenstellung: Die Reduktion der Aufnahme gesättigter Fettsäuren wird seit Jahrzehnten empfohlen, um das Risiko für koronare Herzerkrankungen zu senken. Von 2006 bis 2010 wurden mehrere Studien publiziert, die keinen Zusammenhang zwischen der Zufuhr gesättigter Fettsäuren und dem Risiko für koronare Herzerkrankungen fanden. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, anhand von Studien den aktuellen Wissensstand zur Wirkung von gesättigten Fettsäuren auf das Risiko für koronare Herzerkrankungen aufzuzeigen. Vorgehensweise: Ausgangspunkt war die 2006 erschienene, evidenzbasierte Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) „Fettkonsum und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“. Über die Datenbank PubMed wurde nach Meta-Analysen und Reviews aus dem Zeitraum 2006 bis einschließlich 2010 recherchiert. Die Ergebnisse der sechs ausgewählten Übersichtsarbeiten wurden dargestellt, eingeordnet und diskutiert. Wesentliche Ergebnisse: Fünf Meta-Analysen bzw. Reviews von Kohortenstudien zeigen konsistent keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Aufnahme gesättigter Fettsäuren und dem Risiko für koronare Herzerkrankungen. Eine gepoolte Analyse aus Kohortenstudien und Ergebnisse aus randomisierten kontrollierten Studien beurteilen den teilweisen Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren als risikomindernd. Die Evidenz aus Interventionsstudien konnte nicht abschließend eingeordnet werden. Folgerungen: Eine Überarbeitung der Leitlinie erscheint sinnvoll, da sich die Evidenzlage seit 2006 verändert hat. Durch eine Überarbeitung könnte der aktuelle Wissensstand zur Thematik gesättigte Fettsäuren und Risiko für koronare Herzerkrankung erschöpfend analysiert werden. Auf dieser Basis sollten dann die geltenden Ernährungsempfehlungen in Bezug auf gesättigte Fette dahingehend überprüft werden, ob sie das Kriterium „evidenz-basiert“ erfüllen.

Kurzfassung auf Englisch:

Objective: Reduced saturated fatty acid consumption has been recommended for dec-ades to lower the risk of coronary heart disease. Several studies have been published from 2006 to 2010 which found no associations between the intake of saturated fatty acids and coronary heart disease. By screening studies this paper aims to give an overview of the current knowledge regarding the effects of saturated fatty acids on coronary heart disease. Methods: A guideline that was published in 2006 by the DGE (German Association for Nutrition) functioned as a starting point: “Consumption of dietary fat and prevention of selected nutrition related diseases.”6 Search for Meta-analyses and reviews was conducted by the database PubMed for the period from 2006 through December 2010. The results from the six selected papers were described, classified and discussed. Main Results: Five Meta-analyses e.g. reviews of cohort studies consistently showed no significant association between intake of saturated fatty acids and coronary heart disease. One pooled analysis of cohort studies and results from randomized controlled trials con-cluded a risk reducing effect from a partial substitution of saturated fatty acids by polyunsaturated fatty acids. The evidence originating from randomized controlled trials could not be conclusively determined. Conclusions: Due to the growing knowledge since 2006, a revision of the DGE-guideline appears reasonable. Through this work the current evidence in regard to saturated fatty acids and risk of coronary heart disease could be conclusively analyzed. On this basis, the existing dietary recommendations in relation to saturated fatty acids should be verified whether they meet the criterion "evidence based".

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