Entwicklung eines Konzepts zur energetischen Inspektion von Lüftungs- und Klimaanlagen in Nichtwohngebäuden gemäß § 12 der EnEV 2009

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Umwelttechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Lüftungsanlage , Klimaanlage , Nichtwohngebäude , Inspektion
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) schreibt für Lüftungs- und Klimaanlagen mit einer Nennkälteleistung von mehr als 12 kW die regelmäßige Durchführung von energetischen Inspektionen vor. Ziel dieser Inspektionen ist es, dem Anlagenbetreiber Hinweise auf Maßnahmen zu geben, die zu kostengünstigen Verbesserungen der Energieeffizienz führen. Da die Inspektionsinhalte in der EnEV nicht exakt definiert sind, wird ein Konzept mit notwendigen Arbeitsinhalten entworfen, das die einzelnen Inspektionsschritte konkretisiert und Richtwerte oder Berechnungsgrundlagen gibt. Die Verwendung der Vergleichskennwerte ermöglicht eine hinreichend genaue Beurteilung des Anlagenzustands und erspart dem Anlagenbetreiber höhere Kosten für die Durchführung der Inspektion. Bei der Prüfung der Anlagendokumentation werden die Kerndaten der Anlage und der klimatisierten Räume zusammengetragen und die Regelmäßigkeit von Wartungs- und Instandhaltungstätigkeiten aufgenommen. In der darauf folgenden Prüfung der Anlagendimensionierung wird festgestellt, ob die Auslegung der Klimaanlage dem eigentlichen Bedarf entspricht. Dabei werden die Kühllast des Raumes, Luftvolumenströme, Raumklimaparameter und Regelung und Betriebsweise der Anlage erfasst und Vergleichskennwerten aus Normen und Richtlinien gegenübergestellt. Zur Bewertung der Komponenteneffizienz werden für die wichtigsten Bauteile der Anlage (Ventilator, Wärmerückgewinnung-Einheit, Heizregister, Kältetechnik, Befeuchter und Luftkanalsystem) Kennwerte ermittelt. Diese dienen dann als Grundlage für die Ermittlung des Energiekennwertes des Luftaufbereitungsgerätes (ERLT). Da bei der Berechnung des ERLT-Wertes für das Nutzerverhalten und die Betriebszeiten der Anlage Randbedingungen definiert werden, die nicht zwingend mit den tatsächlichen Bedingungen übereinstimmen, ist der ERLT-Wert alleine nicht ausreichend, um eine Gesamt-Bewertung der Anlageneffizienz vorzunehmen. Daher sind ergänzende, anlagenspezifische Details für die energetische Inspektion unverzichtbar. Aufbauend auf den Ergebnissen der einzelnen Inspektionspunkte werden dem Anlagenbetreiber abschließend kostengünstige Varianten zur Erhöhung der Energieeffizienz aufgezeigt. Da die inspizierte Anlage unter Bestandsschutz steht und keine Nachrüstpflicht besteht, liegt es am Anlagenbetreiber, die empfohlenen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz der Klimaanlage umzusetzen.

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