EEG 2012: Markt- und Netzintegration der Stromerzeugung aus Biogasanlagen

URL
Dokumentart: Masterarbeit
Institut: Department Maschinenbau und Produktion
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Biogas
Freie Schlagwörter (Deutsch): EEG 2012, Direktvermarktung, Marktprämie, Flexibilitätsprämie, Biogas Modellanlagen
DDC-Sachgruppe: Technik

Kurzfassung auf Deutsch:

Mit der Novellierung des Gesetzes zum Vorrang der Erneuerbaren Energien hat der Gesetzgeber neue Instrumente zur verbesserten Markt- und Netzintegration von Grünstrom eingeführt. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von Modellrechnungen zu überprüfen, wie sich die Gesetzesänderungen auf die Rentabilität der Stromerzeugung aus Biogasanlagen und somit die Investitionsentscheidungen von Anlagenbetreiber bzw. dessen Sponsoren auswirken. Der Fokus der Betrachtung liegt dabei auf der Verstromung von Biogas, da diesen Erneuerbaren-Energie-Anlagen mit der Einführung der Markt- und Flexibilitätsprämie eine Voreiterrolle für den angebotsseitigen Lastausgleich zuteilwerden soll. Im ersten theoretischen Untersuchungsschritt werden die Instrumente zur Direktvermarktung sowie deren Einordnung in den vergütungsrechtlichen Gesamtzusammenhang beleuchtet. Um die in dieser Arbeit durchgeführten Investitionsrechnungen und deren Ausführungen nachvollziehen zu können, findet im 2. Schritt eine Erläuterung der dafür verwendeten Parameter statt. Mit den Investitionsrechnungsmodellen für fünf ausgesuchte Biogasanlagen werden anschließend die Auswirkungen der Vergütung nach Umlageverfahren und Direktvermarktung gegenübergestellt. Als wesentliches Ergebnis dieser Arbeit bleibt festzuhalten, dass sich aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Einflussfaktoren sowohl auf der In-, als auch auf der Outputseite eine allgemein gültige Aussage zur Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen mittels Direktvermarktung nicht treffen lässt. Vor allem die Unkenntnis über zukünftige Peak- und Baseload- Preisdifferenzen an der Strombörse stellt einen großen Unsicherheitsfaktor für die Anlagenbetreiber dar. Unter den in dieser Arbeit zugrunde liegenden Annahmen hat sich gezeigt, dass sich vor allem Anlagen in einem Leistungsbereich von 150 bis 500 kW zukünftig am Markt durchsetzten werden.

Kurzfassung auf Englisch:

With the amendment of the Law on the primacy of renewable energy the legislature has introduced new tools for a better market and network integration of green electricity. The aim of this paper is to review on basis of model calculation how the law changes influences the profitability of electricity production from biogas plants and thus the investment decisions of plant operators and its sponsors. The focus of attention is on the generation of electricity from biogas because these renewable energy installations should be given a pioneering role in the supply-side load balancing with the introduction of market- and flexibility premium. In the first theoretical step of study the tools of direct marketing as well as its position in the overall remuneration Legal context will be illuminated. In order to understand the investment accounts and its explanation that was made in this work in the second step is an explanation of the parameters used instead. With the investment analysis models for five selected biogas plants the effects of compensation according to cost splitting and direct marketing are compared. As a major result of this work it should be noted that due to the large number of different factors on both the in-and output side a general statement on the economics of biogas plants cannot be made. In particular the lack of knowledge about future peak-and base-load price differences on the power exchange is a major element of uncertainty for the plant operators. Subject to the assumptions underlying this work it has been shown that mainly plants in a power range from 150 to 500 kW become accepted on the market in the future.

Hinweis zum Urherberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.