Durchführung der Ernährungsberatung bei Nahrungsmittelallergien

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Ernährungsberatung , Lebensmittelallergie
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Nahrungsmittelallergien stellen ein Problem in der Bevölkerung dar. Das zeigt sich u.a. in der hohen Zahl der subjektiv Betroffenen. Diese Zahl ist etwa fünf bis zehn Mal höher, als die objektiv nachweisbare Diagnose Lebensmittelallergie. Das lässt darauf schließen, dass die Diagnose oft vorschnell und ohne Berücksichtigung der klinischen Relevanz gefällt wird. Dabei ist es nicht nur für die Diagnostik wichtig, allergische von nicht-allergischen Unverträglichkeiten zu unterscheiden. Für die Therapie spielt dies ebenfalls eine erhebliche Rolle. Auch innerhalb der allergischen Unverträglichkeitsreaktionen bestehen maßgebliche Unterschiede, die verschiedene therapeutische Konsequenzen erfordern. Allergien auf Grundnahrungsmittel treten beispielsweise häufiger im Kindesalter auf und weisen eine gute Prognose auf. Die pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien dagegen nehmen mit steigendem Alter zu. Bei allen Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel sollte im Rahmen der Ernährungsberatung nicht nur die individuell erforderliche Karenz im Zentrum der Beratung stehen. Der Patient sollte vielmehr über ernährungsphysiologischen und küchentechnischen Ersatz der zu meidenden Lebensmittel aufgeklärt werden, damit die Einbußen an Lebensqualität so gering wie möglich gehalten werden können. Die Ernährungstherapie sollte neben der Wissensvermittlung auch die Optimierung des Krankheitsmanagements zum Ziel haben, um einen bestmöglichen Umgang mit der Erkrankung im Alltag zu ermöglichen.

Kurzfassung auf Englisch:

Food allergies pose a problem for the population. This is highlighted by the high number of self reported adverse reactions to food. This number is about five to ten times higher, than the objectively verifiable diagnosis of food allergy. This suggests that the diagnosis is often made premature and without consideration of clinical relevance. It is important not only for diagnosis, to differentiate allergic from non-allergic reactions. Also for the therapy it plays a significant role. There are substantial differences that require different therapeutic consequences even within the allergic intolerance reactions. Allergies to basic foods, for example, frequently occur in childhood and have a good prognosis. The pollen-associated food allergies however increase with increasing age. The nutritional treatment should not only target the elimination of the trigger. The patient should require advice, how to replace avoided foods in everyday life, for physiological and technical purposes, so that the loss of quality of life can be kept as low as possible. The nutritional therapy should have in addition to the conciliation of knowledge, the optimization of disease management as a goal to provide the best possible treatment of the disease in everyday life.

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