Suchmaschinen und Sprache: Eine Studie über den Umgang vonGoogle und BING mit den Besonderheiten der deutschen Sprache

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Dokumentart: Masterarbeit
Institut: Department Information
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Information Retrieval , Suchmaschine , Sprache , Synonym , Homographie , Morphologie
DDC-Sachgruppe: Bibliotheks- und Informationswissenschaft

Kurzfassung auf Deutsch:

In dieser Studie über „Suchmaschinen und Sprache“ wird untersucht, wie die beiden Suchmaschinen Google und BING mit den Besonderheiten „Synonymie, Morphologie und Homographie“ in der deutschen Sprache umgehen. Synonyme Begriffe und morphologische Varianten einer Such-anfrage sollten im Idealfall zu denselben Ergebnissen führen. Für Homo-graphie sollten Suchmaschinen dem Nutzer Hilfestellungen für die richtige Bedeutungsfindung, bzw. ihre Ergebnisse gemäß den Nutzerinteressen anbieten. Mindestens 50 Testanfragen wurden für jede der untersuchten sprachlich-en Besonderheiten an Google und BING gestellt. Für „Morphologie“ und „Synonymie“ wurden die Übereinstimmungen der Ergebnisse bei Eingabe zweier zusammengehöriger Anfragen erhoben. Im Bereich „Homographie“ wurden die Bedeutungsverhältnisse innerhalb der organischen Treffer mit denen der organischen Klickdaten der T-Online-Suche korreliert. Die durchgeführte Studie zeigt, dass Google und BING die deutsche Sprache im Bereich Synonymie und Morphologie nicht technisch verar-beiten, da die entsprechenden Übereinstimmungen gering und nicht signi-fikant sind. Bei Suchanfragen mit Homographen korrelieren die Bedeu-tungsverhältnisse in den Ergebnislisten durchaus positiv mit den Klickprä-ferenzen der Nutzer. Allerdings ist die Korrelation nicht besonders hoch, und es gibt einige Ausreißer. Google bietet im Gegensatz zu BING einige Hilfestellungen zur Bedeutungsklärung. Keine der beiden meistgenutzten Suchmaschinen Deutschlands kann als eindeutiger Vorreiter auf irgendeinem der untersuchten Gebiete bezeichnet werden.

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