Emotionsregulation und soziale Unterstützung bei kleinwüchsigen Kindern und Jugendlichen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Minderwuchs , Gefühl , Soziale Unterstützung
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: In Deutschland sind rund 3% der Bevölkerung von Kleinwuchs betroffen. Kleinwüchsige sind häufig Hänseleien und Stigmatisierungen ausgesetzt, dies kann sich negativ auf die psychosoziale Gesundheit auswirken. Zum Thema Emotionsregulation und soziale Unterstützung bei kleinwüchsigen Kindern/Jugendlichen ist bisher keine Literatur vorhanden. Methode: Die quantitative Datenerhebung erfolgte mittels einer deskriptiven Querschnitts-Studie. Die Daten wurden aus dem europaweiten QoLISSY-Projekt (Quality of Life in Short Stature Youth) entnommen. Zielgruppe waren Kinder/Jugendliche zwischen 8-18 Jahre mit den Kleinwuchsdiagnosen Hormoneller Kleinwuchs (GHD) und Idiopathischer Kleinwuchs (ISS). Im Fokus dieser Arbeit stehen der „Regulation of Emotions Questionnaire“ (REQ) und der „Oslo 3-Items Social Support Scale“ (Oslo-3). Ergebnisse: Die Stichprobengröße umfasst 139 Teilnehmer. Die Ergebnisse des REQ zeigen, dass Mädchen eine höhere Tendenz zu internal-funktionalen Strategien der Emotionsregulation aufweisen als Jungen (p = 0,033). Jugendliche haben eine geringere external-dysfunktionale Emotionsregulation als Kinder (p = 0,005). Die Auswertung des Oslo-3 zeigt, dass 68% der Teilnehmer eine geringe soziale Unterstützung aufweisen. Kinder berichten über ein höheres Maß an sozialer Unterstützung in Form von Interesse von Verwandten (p = 0,007). GHD-Patienten besitzen eine höhere Anzahl an Bezugspersonen als ISS-Patienten (p = 0,022). Kinder/Jugendliche im Bereich > - 2 SD erhalten mehr Interesse von Verwandten (p = < 0,001). Dysfunktionale Strategien der Emotionsregulation sind bei kleinwüchsigen Kinder/Jugendlichen schwach ausgeprägt und die funktionalen Strategien liegen im mittleren Bereich.

Kurzfassung auf Englisch:

Background: Approximately 3% of the children in Germany are affected by short stature. Children/adolescents with short stature are exposed to teasing and stigma which has a potential negative impact on the psychosocial health. Current literature about short stature in children/adolescents in terms of regulation of emotions and social support does not exist so far. Method: The descriptive cross sectional study included a quantitative data analysis. The data were taken from the European QoLISSY project (Quality of Life in Short Stature Youth). Children/adolescents between 8-18 years with short stature diagnoses Growth Hormone Deficiency (GHD) and Idiopathic Short Stature (ISS) were the target group. The two used questionnaires were the "Regulation of Emotions Questionnaire" (REQ) and the "Oslo 3-Item Social Support Scale" (Oslo-3). Results: The sample size consisted of 139 participants. The results of the REQ show that girls have a higher tendency to internal-functional strategies than boys (p = 0.033). Adolescents have a lower external-dysfunctional regulation of emotions than children (p = 0.005). The analysis of the Oslo-3 shows that 68% of participants have a low social support. Children report a higher level of social support in the form of interest from relatives (p = 0.007). GHD patients have a higher number of caregivers as ISS patients (p = 0.022). Children/adolescents in the area of > - 2 SD receive more interest from relatives (p = < 0.001). The dysfunctional strategies are weak and the functional strategies are in the medium range.

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