Präsentismus - Selbstgefährdung der Gesundheit?

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Präsentismus , Betriebliche Gesundheitsförderung
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die literaturbasierte Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema Präsentismus, also dem Verhalten von Arbeitnehmern, trotz einer vorliegenden Erkrankung arbeiten zu gehen. Sinkende Fehlzeiten lassen immer gesündere Beschäftigte vermuten, doch betrachtet man die Umfrageergebnisse, sind die im Betrieb Anwesenden keineswegs alle gesund und leistungsfähig, denn immer mehr Menschen gehen trotz Krankheit ihrer Arbeit nach. Zu Beginn wird der Konflikt zwischen Arbeit und Gesundheit betrachtet, der sich durch wandelnde Arbeitsprozesse ergibt. Folgend wird ein Überblick zu Gesundheit und Krankheit gegeben und so der Einfluss von wissenschaftlichen Konzepten und vorallem dem der Laien dargestellt. Denn Laien beeinflussen durch ihre Einstellung und ihr Verhalten unter anderem den Erfolg präventiver Maßnahmen. Es wird die Bedeutung des Präsentismus für die Arbeitnehmer und die Unternehmen anhand von Einfluss- und Bestimmungsfaktoren sowie den Folgen von Präsentismus aufgezeigt. Insbesondere wird die Frage betrachtet, ob die Arbeitnehmer eigenverantwortlich handeln und sich bewusst selbstgefährden und ihre Krankheit verleugnen. Oder werden sie durch unternehmerische Strukturen zum Präsentismus angehalten? Neben einer Abgrenzung zum Absentismus und dem Zusammenhang zur Fehlzeitenproblematik und ihrer Bedeutung für die Unternehmen, wird der Einfluss neuer Managements- und Steuerungsformen und die zunehmende Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit betrachtet und wie dies mit Präsentismus in Zusammenhang steht. Präsentismus kann anhand präventiver Maßnahmen erfolgreich entgegengewirkt werden, bedarf jedoch einer Kombination von verhaltens- und verhältnisorien-tierten Maßnahmen, um die Verantwortung nicht allein auf den Arbeitnehmer zu verlagern und die gesundheitsproblematischen Bereiche in den Unternehmen nicht weiter ignoriert werden. Denn die Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigten sich eben nicht zu hundert Prozent allein dafür entscheiden, trotz Krankheit arbeiten zu gehen, sondern neben ihren persönlichen und individuellen Gründen auch durch die Folgen die unter anderem neue Management- und Steuerungsprozesse mit sich bringen dazu gebracht werden, sich für ein Arbeiten trotz Krankheit zu entschließen.

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