“Big Data im deutschen Gesundheitswesen - Potenziale der Verwendung personenbezogener Daten und Beurteilung der Anwendbarkeit inDeutschland

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesundheitswesen , Deutschland , Personenbezogene Daten
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Welt, fallen jeden Tag große Mengen an Daten, verschiedenster Quellen an. Diese bieten großes Potenzial, teilweise werden Daten als das Öl der Zukunft bezeichnet. Die Nutzung dieser Datenmengen für entscheidungsrelevante Ergebnisse wird als „Big Data“ bezeichnet. Hierbei werden Daten aus verschiedensten Quellen miteinander kombiniert und in nahezu Echtzeit ausgewertet. Experten erhoffen sich neue Möglichkeiten durch „Big Data“ in allen Branchen. Auch der Gesundheitssektor wird als wichtiger Markt für „Big Data“ betrachtet. Allein in den USA sollen Kostenersparnisse von bis zu 450 Mrd US$ jährlich möglich sein. Doch auch zur Untersuchung von Krankheiten, Anwendung personalisierter Medizin und für politische Entscheidungen können Daten genutzt werden. Bisherige Untersuchungen befassen sich hauptsächlich mit dem amerikanischen Markt. Eine Bewertung der Anwendbarkeit im deutschen Gesundheitswesen wurde bisher nicht durchgeführt. Diese Bachelorthesis untersucht die rechtliche Lage, die Verfügbarkeit von personenbezogenen medizinischen Daten und die Haltungen wichtiger Akteure des deutschen Gesundheitssystems zum Thema „Big Data“. Um dies leisten zu können wurde eine Literaturrecherche durchgeführt und verschiedene Akteure befragt. Anschließend wurden Handlungsempfehlungen genannt um „Big Data“ im deutschen Gesundheitswesen nutzen zu können. Es konnte in Erfahrung gebracht werden, das „Big Data“ in Deutschland bisher keine großangelegte Anwendung findet. Die nötigen Daten liegen jedoch heute oft bereits in digitaler Form und gut kodiert bei Gesundheitseinrichtungen vor. Eine Infrastruktur zum Austausch dieser Daten und eine zentrale Stelle an der die Daten gesammelt werden fehlen jedoch. Die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und der Telematikinfrastruktur sind erste Schritte zur Nutzung von „Big Data“. Bislang ist jedoch nicht abzusehen wann dieses Projekt fertig gestellt wird und in welchem Umfang die Daten gespeichert und genutzt werden können. Das Vertrauen dem Staat gegenüber zur Handhabung mit den persönlichen Daten der Bürger ist in letzter Zeit stark gesunken, womit eine Sammlung von medizinischen Daten durch diesen derzeit auf wenig Akzeptanz stoßen würde. Der Datenschutz in Deutschland regelt sehr klar welche Daten wofür genutzt werden dürfen und schränkt vieles ein. Die Ärzteschaft zeigt eine tendenzielle Abneigung gegenüber IT und dem Austausch von Daten, während die Leistungsträger auf eine schnelle Verbreitung drängen.

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