Entwicklung eines Fragebogens zur Evaluation der Wirksamkeit von Mentoring - Programmen in Hinblick auf die Work-Life-Balance von in Forschung und Wissenschaft tätigen Ärztinnen an Universitätsklinika

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Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit, Master Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Evaluation , Mentor , Universitätsklinik
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Je höher das Qualifikationslevel und prestigereicher das medizinische Fachgebiet ist, desto geringer fällt der Frauenanteil in der Universitätsmedizin aus. Die Ursachen dafür sind vielfältig, jedoch spielt hierbei die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Privat-/Familienleben, die sogenannte „Work-Life-Balance“, eine wichtige Rolle. Mentoring-Programme gelten als effektives Förderungsinstrument für eine Karriere in der Medizin und Wissenschaft. An vielen Universitätsklinika werden Mentoring-Programme gezielt für die Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung von Ärztinnen durchgeführt. In ihrer Funktion als psychosoziale Ressource zielen sie somit auch auf das für Ärztinnen in der Universitätsmedizin wichtige Thema Work-Life-Balance ab. Mithilfe von Literaturrecherche und aufbauend auf die Vorarbeiten der Forschungspraktika des Projekts „Gender in Leadership in Science and Medicine“ im Rahmen des Masterstudiengangs Health Sciences an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg wurde ein Fragebogen entwickelt, welcher die Wirksamkeit von Mentoring-Programmen in Hinblick auf die Work-Life-Balance von in Forschung und Wissenschaft tätigen Ärztinnen an Universitätsklinika messen soll. Aufbauend auf das Work-Life-Balance Modell „Zieldimensionen der Karriereplanung“ von Färber und Riedler (2011), wurden Fragen und Skalen passend zu den vier Dimensionen „Wissenschaft“, „Beruf/Praxis“, „Familie/Soziales Netz“ und „Ich“ eingesetzt. Im Fokus standen hierbei die eigene Wahrnehmung und Selbsteinschätzung, persönliche Einstellungen, das Wissen sowie der tatsächliche Stand im Beruf und im Privat-/Familienleben (biographische Entwicklung). Übergeordnet zu diesen vier Dimensionen wurden psychologische Skalen zu relevanten Aspekten wie Selbstwirksamkeit, Bewältigungsstrategien (Coping), Lebenszufriedenheit und Kohärenzsinn in den Fragebogen integriert. Der Fragebogen soll als Panel Studie, bei der Ärztinnen, die an einem Mentoring-Programm teilgenommen haben bzw. teilnehmen und einer Kontrollgruppe von Ärztinnen und Ärzten, die nicht an einem Mentoring-Programm teilgenommen haben, im Verlauf mehrerer Jahre befragt werden, eingesetzt werden. Einige Fragen und Skalen wurden in einer ersten Analyse bezüglich ihrer Eignung für die Untersuchung analysiert. Schlecht differenzierende Items wurden aus dem Fragebogen entfernt. Letztendlich steht ein Fragebogen mit dementsprechend leicht verkürzten Skalen und Itembatterien, der allerdings noch weiteren umfangreicheren Analysen, Tests und Überarbeitung bedarf, bevor er für die Wirksamkeitsevaluation von Mentoring-Programmen für Ärztinnen eingesetzt werden kann.

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