Ermittlung und Bewertung von ausgewählten Gewässerparametern im Regenabfluss von Flugbetriebsflächen am Beispiel des Flughafens Hamburg

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Umwelttechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Flughafen , Hamburg , Regenabfluss
DDC-Sachgruppe: Ingenieurbau und Umwelttechnik

Kurzfassung auf Deutsch:

Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Einstufung von Flugbetriebsflächen – Vorfelder einschließlich ihrer funktional unterschiedlichen Bereiche Rollkorridore und Flugzeugabstellflächen, Taxiwege sowie die Start- und Landebahnen – hinsichtlich ihrer verkehrlichen Belastung und der auf ihnen zu erwartenden Schadstofffrachten sowie mit den daraus entstehenden Anforderungen an den Gewässerschutz. Letzteres bezieht auch die Belastungen von Schadstoffen aus der Belastung der umgebenden Luft (nasse und trockene Deposition). Einschlägige dahingehende Regelwerke, insbesondere das Merkblatt M 153 der DWA, stufen derartige Flächen zwar ein, ohne jedoch sachliche Gründe dafür anzugeben. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit einer falschen Einstufung vergleichsweise hoch. Konkret wurden diese Untersuchen am Beispiel der Flughafen Hamburg GmbH (FHG) vorgenommen. In einem ersten Schritt wurde die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung (DTV) der Flugbetriebsflächen der FHG errechnet. Dazu wurden die auf den Flächen verkehrenden Flächen hinsichtlich ihres maximalen Startgewichtes in Kfz unterschiedlicher Größen umgerechnet. Die dabei erlangten Zahlen repräsentierten die durchschnittliche verkehrliche Belastung der Flächen. Diese stimmte für Rollwege und die Start- und Landebahnen mit den Einstufungen des Merkblattes M 153 überein. Für Vorfeldflächen ergaben sich niedrigere Werte. Zur Kontrolle dieser Werte wurde die Belastung mit Schadstoffen der Flugbetriebsflächen und der daran angeschlossenen Regenklärbecken untersucht. Diese Untersuchungen befassten sich mit den flughafenspezifischen Schadstoffquellen Abgase, Mineralölkohlenwasserstoffe, Reifenabrieb etc. Neben einer theoretischen Betrachtung der von diesen Quellen ausgehenden Schadstoffe – PAK, Schwermetalle, MKW, Sauerstoff zehrende Substanzen, Schweb- oder abfiltrierbare Stoffe – wurden Untersuchungen von Wasserproben aus den Regenklärbecken durchgeführt. Diese Untersuchungen ergaben eine insgesamt geringe Belastung des Oberflächenabflusses aus Flugbetriebsflächen, wobei u.a. bei den angetroffenen Zinkkonzentrationen Zusammenhänge zwischen Schadstoffkonzentrationen und DTV angefunden wurden. Die hilfsweise herangezogenen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung und zweier Anhänge der Abwasserverordnung wurden unterschritten. Die Messergebnisse lieferten daher Anhaltspunkte für eine geringe Belastung der Flughafenbetriebsflächen, die im Fall der Vorfeldflächen die Einstufung im Merkblatt M 153 als zu streng erscheinen lassen. Es wird empfohlen, weitere Messprogramme durchzuführen, um die hier vorgestellten Ergebnisse unter allen Witterungs- und Betriebsbedingungen am Flughafen zu konkretisieren.

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