Gesundheitliche Chancengleichheit durch Stadtteilentwicklung - Evaluation der Koordinierungsbausteine für Gesundheitsförderung in ausgewählten sozial benachteiligten Hamburger Stadtteilen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesundheit , Chancengleichheit , Stadtteil , Entwicklung
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Soziale Benachteiligung geht mit gesundheitlicher Ungleichheit einher. Daher ist es besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen wichtig, gesundheitsfördernde Strukturen und Strategien für die Herstellung gesundheitlicher Chancen-gleichheit zu verankern. Vor diesem Hintergrund wurde seit dem Jahr 2010 das Modellprojekt der Koordinierungsbausteine für Gesundheitsförderung in ausgewählten sozial benachteiligten Hamburger Stadtteilen entwickelt und verbreitet. Die Koordinierungsbausteine sollen dazu beitragen nachhaltig wirksame gesundheitsfördernde Strukturen in sozial benachteiligten Stadtteilen aufzubauen. Gesundheitsfördernde Strategien sollen in den jeweiligen Stadtteilen hauptsächlich von einer/m lokalen KoordinatorIn initiiert und in Kooperation mit weiteren bedeutenden Akteuren umgesetzt werden. Ziel dieser Arbeit ist es die Koordinierungsbausteine zu evaluieren und somit die Zielfragen beantworten zu können. Die mit Hilfe der Evaluation gewonnenen Informationen und Erkenntnisse sollen den mitwirkenden und verantwortlichen Akteuren der Koordinierungsbausteine mögliche Handlungsempfehlungen für ihr weiteres Vorgehen aufzeigen. Das Ziel der Koordinierungsbausteine ist eine nachhaltige Verankerung der Gesundheitsförderung in den ausgewählten Stadtteilen sowie für die Übertragung in andere sozial benachteiligte Stadtteile. Methode: Für die Evaluation der Koordinierungsbausteine wurden leitfadengestützte Experteninterviews als qualitatives Instrument für die Datenerhebung gewählt. Sie dienten zur Erfassung der Sichtweisen und Erfahrungen der agierenden KoordinatorInnen sowie der Hauptverantwortlichen aus der Fachabteilung Gesundheitsdaten und Gesundheitsförderung (Abteilung Gesundheit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz) der Koordinierungsbausteine. Die Interviews wurden aufgezeichnet, transkribiert und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring unterzogen. Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die qualitativen Befragungen haben ergeben, dass die Struktur der Koordinierungsbausteine, insbesondere durch die lokale Koordination für die Erreichung der sozial benachteiligten Zielgruppen in Kooperation mit weiteren Akteuren und für die Etablierung gesundheitsfördernder Strukturen und Strategien geeignet ist. Ebenso für eine Übertragung in weitere sozial benachteiligte Stadtteile. Wichtige Voraussetzungen für wirksames Fortführen des Projektes erfordern die Beachtung der jeweiligen Stadtteilgegebenheiten für die Schaffung einer adäquaten Vernetzungsstruktur, eine aufsuchende und motivierende Arbeit hinsichtlich der (noch) zu erreichenden Zielgruppen, eine offene und transparente Kommunikationskultur, die Erhöhung des Bekanntheitsgrads der Koordinierungsbausteine und ihres Vorhabens sowie die Bereitstellung weiterer finanzieller Mittel. Ein in Aussicht gestelltes Bundespräventionsgesetz würde den Ausbau der Koordinierungsbausteine in Bezug auf die genannten Voraussetzungen effektiv unterstützen und längerfristig gesehen die Herstellung gesundheitlicher Chancengleichheit ermöglichen.

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