Welche Systeme zur Trinkwasseraufbereitung in der humanitären Katastrophenhilfe muss eine Organisation vorhalten, um die Bevölkerung adäquat und suffizient mit Trinkwasser zu versorgen?

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Katastrophenhilfe , Trinkwasseraufbereitung
DDC-Sachgruppe: Natürliche Ressourcen, Energie und Umwelt

Kurzfassung auf Deutsch:

Ausgangspunkt dieser Bachelorthesis ist der schwierige Entscheidungsfindungsprozess im Hinblick auf die Anschaffung von Systemen zur Trinkwasseraufbereitungsanlagen in der Katastrophenhilfe. Zunächst wird eine nähere Betrachtung von universell vorzufindenden Charakteristika in Einsatzszenarien geben. Eine Abgrenzung von Vor- und Nachteilen einzelner Methoden zur Trinkwasseraufbereitung sowie die Darstellung elementarer Anforderungen an die Systeme lassen in ihrer Zusammenführung folglich auf adäquate Systeme zur Trinkwasseraufbereitung schließen. Alle in der Humanitären Hilfe relevanten Standardwerke sowie Publikationen der auf dem Wassersektor führenden Organisationen und Institutionen werden aufgeführt. Zusätzlich werden dieser Fragestellung betreffende Publikationen hinzugezogen. In der abschließenden Betrachtung wird der Einsatz langjährig bewährter Systeme gestützt. Gleichzeitig werden neue Entwicklungen, sowohl auf dem Haushaltslevel als auch für die Versorgung größerer Personengruppen, hervorgehoben und in ihrem Ansatz und ihrer zukünftigen Relevanz positiv bewertet. Zielführend können Camps und größere Ansammlungen von Betroffenen vor allem durch den Einsatz eines „Sedimentations- Ausflockungs- und Desinfektions- Systems“ versorgt werden. Der Einsatz von Membranfilteranlagen wird insbesondere für Institutionen als sinnvoll erachtet. Darüber hinaus stellen Anlagensysteme mit autarker Energieversorgung ein hohes Potential dar. Auf dem Level von Dorfgemeinschaften wird eine Kombination aus Kleinstlösungen – besonders die Verteilung von Chlortabletten – in Kombination mit Anlagensystemen auf Filterbasis als sinnvoll erachtet. Auch an dieser Stelle wird ein zukünftiger Wechsel von langjährig eingesetzten Filtersystemen auf autarke Anlagentypen als zielführend erachtet. Auf dem Haushalts- und Individuallevel wird die bewährte Aufbereitungsform durch chlorhaltige Tabletten, Pulver oder Flüssigkeiten als suffizient und adäquat in der Katastrophenhilfe erachtet.

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