Informationsmanagement in humanitären Krisen: Defizite, Auswirkungen und Lösungsanalyse

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Informationsmanagement , Humanitäre Hilfe
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

In dieser Arbeit werden die Anforderungen an ein internationales Informationsmanagement anhand der Zusammenhänge zwischen dem Informationsaustausch und der Koordinierungsunterstützung der Unitied Nations diskutiert. Neben der grundlegenden Betrachtung der Struktur und deren Untersuchung auf Abhängigkeiten zwischen den koordinierenden und den operativen Einheiten, werden anhand einer inhaltsanalytischen Literaturrecherche bestehende Defizite ausgearbeitet, welche durch Experteninterviews verifiziert werden. Die Prozesse, die für ein Informationsmanagement von Bedeutung sind, lassen sich in Informationssammlung, -aufbereitung, -auswertung und –verteilung differenzieren, wobei für jeden der Teilprozesse spezifische Probleme aufgeführt werden. Die Defizite lassen sich auf externe Faktoren wie z.B. die Sprachenproblematik, lokalen, politischen, religiösen und schadensabhängigen Gegebenheiten zurückführen. Weiterhin beeinflussen organisationsübergreifende Faktoren die Teilprozesse und somit die Koordinierung eines Einsatzes. Hierbei sind besonders die bestehenden unterschiedlichen Vorgehensweisen im Informationsmanagement zu nennen, da die hierdurch entstehenden Defizite erheblich sind. Dies liegt erstens an den unterschiedlichen Informationsrelevanzen der Einheiten (Schwerpunkte/Clusterbereiche), zweitens an der Bereitschaft der Organisationen ein gemeinsames Informationsmanagement in humanitären Hilfseinsätzen zu erschaffen, drittens an Kenntnisdefiziten und viertens der enormen Informationsflut. Dementsprechend werden in dieser Arbeit die Auswirkungen der Defizite diskutiert, wobei als primäre Auswirkung der Mehraufwand für koordinierende Einheiten und das Nichtauffinden von relevanten Informationen aufgeführt werden kann. Diese Aspekte bewirken einen Mangel an operativ-taktisch relevanten Informationen, welche für eine effektive Koordinierung unabdingbar sind. Daher können den zeitkritischen Anforderungen nicht entsprochen werden. Anhand dieses Sachverhaltes werden Anforderungen abgeleitet, welche speziell im Bereich von organisationsübergreifender Strukturierung liegen. Denn wie in dieser Arbeit gezeigt wird, können maßgebliche Synergieeffekte durch eine gemeinsame Struktur und vergleichbare Abläufe innerhalb der Informationsmanagementprozesse erzielt werden, anhand deren sich die Notwendigkeit zu Standardisierungen belegen lassen.

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