Geschlechterbezogene Aspekte im Zusammenhang zwischen Distress und wahrgenommener sozialer Unterstützung am Beispiel einer multimorbiden Population älterer hausärztlicher Patientinnen und Patienten

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Elend , Soziale Unterstützung
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialdienste, Versicherungen

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund Das Alter ist neben altersphysiologischen Veränderungen u. a. auch von der Zunahme psychischer Erkrankungen, wie z. B. Stress, geprägt. Das Ziel dieser Arbeit ist die Analyse des Einflusses von sozialer Unterstützung, Alter und Bildung auf die Stressprävalenz bei älteren, multimorbiden Personen. Der Fokus liegt auf einer geschlechterspezifischen Analyse, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen älteren Frauen und Männern in diesem Kontext aufzeigen soll. Methoden Als Basis für die Datenanalyse dient der Baseline-Datensatz der MultiCare Cohort Study mit 3189 multimorbiden Personen im Alter von 65 Jahren und älter. In einer bivariaten Analyse wird die Korrelation zwischen Distress und sozialer Unterstützung mittels Chi-Quadrat und Cramér's V untersucht. Anschließend werden in einer multivariaten Auswertung mithilfe logistischer Regression die Variablen Alter und Bildung miteinbezogen. Sämtliche Analysen erfolgen sowohl für die gesamte Studienpopulation, als auch stratifiziert nach Geschlecht. Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen nach sowohl bivariater, als auch multivariater Analyse eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Distress und sozialer Unterstützung (OR=0,26), wobei die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sehr gering sind. Für ältere Frauen zeigen sich zusätzlich für die Variable Alter (OR=0,97) signifikante Ergebnisse; für Männer hingegen für die Variable Bildung (OR=1,36). Schlussfolgerungen Trotz signifikanter Ergebnisse kann aufgrund der nur marginalen Abweichungen kaum von relevanten Geschlechterunterschieden ausgegangen werden. Dennoch ist erkennbar, dass die Differenzen ihren Ursprung in unterschiedlichen sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Strukturen haben und sich auf die Gesundheit im Alter auswirken können. Die Prävention sozialer Benachteiligung älterer Menschen sollte daher ein primäres Ziel für Politik und Gesellschaft darstellen, um Lebensqualität und Gesundheit im Alter zu fördern und zu erhalten.

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