Ergotherapeutische Wirkungspotenziale in der Vorschulsozialisation im Themenfeld AD(H)S

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom , Ergotherapie , Vorschule
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Kurz nach der Einschulung bekommen besonders viele Kinder die Diagnose AD(H)S. Ergotherapie wird in der Praxis bei zirka 10 % der AD(H)S Kinder verordnet und angewendet. In den Behandlungsrichtlinien der AD(H)S ist Ergotherapie aber nur im stationären Setting vorgesehen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Zusammenhängen der Erkrankung AD(H)S und den ambulanten ergotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung. Weiterhin werden Aspekte der Sozialisation durch die Familie einbezogen, da diese vor der Einschulung als wichtigster Sozialisationsfaktor gilt. Methodik: Mittels einer unsystematischen Literaturrecherche fand eine Annäherung an die Thematik statt. Daraufhin wurden Suchkategorien gebildet, anhand derer eine systematische Literaturrecherche erfolgte. Als Literaturquellen wurden wissenschaftliche- und universitäre Datenbanken sowie Internetsuchmaschinen verwendet. Ergebnisse: Im Laufe der Ausarbeitung zeigten sich verschiedene Parameter, die während der vorschulischen Sozialisation positive und negative Einflüsse auf die Entwicklung eines Kindes ausüben können. Des Weiteren wurde herausgearbeitet, dass die Erkrankung AD(H)S nur durch eine multifaktorielle Konstellation verursacht werden kann. In der üblichen Behandlung der AD(H)S sind eine Psychoedukation sowie Familieninterventionen vorzunehmen, bevor ein Kind medikamentös behandelt wird. Dies ist jedoch häufig nicht der Fall. An dieser Stelle kann Ergotherapie einen Platz im multimodalen Behandlungs-konzept einnehmen. Dazu gibt es verschiedene ergotherapeutische Behandlungsansätze, die individuell anzuwenden sind. Diese sind in der Lage die Symptomatik einer AD(H)S sowie die familiären Interaktionsschwierigkeiten, die oftmals mit der Erkrankung einhergehen können, zu lindern Schlussfolgerung: Die Diagnostik der AD(H)S im Vorschulalter gestaltet sich durch entwicklungsbedingte Schwankungen schwierig. Präventive Ansätze, die die Manifestation der Erkrankung verhindern könnten, werden in diesem Themenfeld nahezu vernachlässigt. Im Gegensatz dazu wird enormer Forschungsaufwand betrieben, um die medizinischen Ursachen der Störung zu identifizieren. Dies stellt ein Missverhältnis dar, welches überdacht werden sollte. Durch frühere Diagnostik und Therapie könnten die betroffenen Kinder bereits besser vorbereitet in den Schulalltag starten. Hierbei kann auch Ergotherapie mitwirken. Bezüglich der zielgerichteten Wirkung von Ergotherapie bei AD(H)S gibt es wenige wissenschaftliche Studien. Lediglich durch die Verordnungshäufigkeit kann die Wirksamkeit der Ergotherapie nicht erwiesen werden. Dies wird auch durch andere Berufsgruppen bemängelt. Es sollten mehr wissenschaftliche Studien durchgeführt werden, die die Relevanz der Ergotherapie in diesem Themenfeld unterstreichen.

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