Metallothionein in der Leber des Europäischen Aals (Anguilla anguilla) als Biomarker in der Umweltbewertung

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Umwelttechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Metallothionein , Biomarker , Umwelt
DDC-Sachgruppe: Natürliche Ressourcen, Energie und Umwelt

Kurzfassung auf Deutsch:

In dieser Bachelorarbeit wurde der Metallothionein (MT)-Gehalt in der Leber des Europäischen Aals Anguilla anguilla untersucht. Dafür wurden MT-Gehalte in den Lebern von Blankaalen aus Rhein, Elbe und Eider, sowie Gelbaalen aus der Eider bestimmt. Ziel der Arbeit war die Untersuchung der MT-Gehalte als Biomarker zur Umweltbewertung. Die Trennung der MTs von anderen Proteinen wurde mit Gel-Permeations-Chromatographie durchgeführt. Die Messung der MT-Gehalte erfolgte zum einen über eine photometrische Cystein-Bestimmung, zum anderen durch Cadmium-Messung über Atom-Absorptions-Spektrometrie nach vorangegangener Cadmium-Sättigung. Es konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede bei MT-Gehalten der Blankaale aus Eider, Rhein und Elbe festgestellt werden (p>0,05). In der Tendenz lagen die MT-Gehalte der Aale aus dem Rhein über denen aus Eider und Elbe. Der Vergleich zwischen Gelb- und Blankaalen aus der Eider zeigt einen statistisch signifikanten Unterschied (p<0,05), der einen bedeutenden Einfluss des Reifestatus auf den MT-Gehalt nahe legt. Der Methodenvergleich von Cystein- und Cadmiummessung hat ergeben, dass die photometrische Cystein-Bestimmung eine geeignete Methode ist, um MT-Gehalte zu ermitteln. Es handelt sich um eine günstige und leicht umsetzbare Bestimmung, die bei MT-Konzentrationen von mehr als 1,5 μmol/L verlässliche Werte liefert. Die Untersuchung von MT-Gehalten könnte, in einem größeren Rahmen durchgeführt, einen Beitrag zur Bewertung von Bioverfügbarkeit und Einfluss von Schwermetallen auf den Aal leisten und damit dem Vergleich seiner Habitate in deutschen Flüssen dienen.

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