Studie zum Ernährungsverhalten bei Burn-out

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Burn-out-Syndrom , Ernährungsgewohnheit
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund In der heutigen Zeit nehmen Arbeitsbelastung und Stress immer weiter zu. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind 52 % der befragten Erwerbstätige im Job starkem Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt (Lohmann-Haislah, Andrea, 2012). Aus zu viel Stress kann ein sogenannter „Burn-out“ resultieren, wobei es sich um eine ernstzunehmende Krankheit mit enormen wirtschaftlichen Folgen handelt. Die Forschungsfrage dieser Studie war, inwieweit der Zustand eines Burn-outs das Ernährungsverhalten beeinflusst und ob es in diesem Zusammenhang Ansätze zur Prävention und Rehabilitation gibt. Methodik Erhebungsinstrument war ein Fragebogen, welcher zwei Seiten umfasst und als Anlage eingesehen werden kann. Betrachtet wurden die fünf Dimensionen Lebensmittelauswahl, gesundheitlicher Aspekt, Ernährungsphysiologie, eigenes Körperbild und Kontrolle der Mahlzeitenaufnahme jeweils zum Zeitpunkt der Diagnose und zum aktuellen Zeitpunkt. Insgesamt nahmen 19 Probanden im Alter zwischen 34 und 67 Jahren (∅ 49,9±6,0) an der Untersuchung teil. Das zeitliche Intervall zwischen Therapiebeginn und aktuellem Zeitpunkt lag zwischen einem und 50 Monate, im Mittel bei 26,1±16,8 Monate bzw. 2,2±1 Jahre. Ergebnis Die Auswertung zeigte, dass sich das Verhalten zum Zeitpunkt der Erkrankung im Vergleich zum aktuellen Zeitpunkt unterscheidet. Die Angaben der Probanden unterschieden sich bei fast allen Items signifikant zwischen den beiden Zeitpunkten. Es gab keine Korrelation zwischen Appetitzügelung und empfundene Stärke der Krankheitsausprägung sowie zwischen der Fähigkeit zur Empfindung eines Hungergefühls und der Ausprägung. Diskussion und Schlussfolgerung Die Pilotstudie konnte zeigen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Zuständen eines Burn-outs und dem Ernährungsverhalten. Um die Ergebnisse zu festigen sind weitere Studien mit einem etwas veränderten Erhebungsinstrument nötig.

Kurzfassung auf Englisch:

Background In today’s time, a high work load and stress are increasing substantially. According to the Federal Institute for Occupational Safety and Health (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin), 52% of surveyed employees are exposed to high pressure regarding deadlines and pressure to perform. Too much stress can result in a so-called “burn-out”, which is a serious illness with substantial economical consequences. One of the research questions of this survey was in what way a burnout can influence nutritional behavior and whether there are possibilities regarding prevention and rehabilitation in this regard. Methods Survey instrument in this case was a questionnaire of two pages, which can be regarded as an annex of this thesis. Subject of the thesis were five dimensions of food or nutritional choices, the health aspect, nutritional physiology, the own body image and control of the respective meal at the time of diagnosis and at the current time of survey. In total, 19 people from the age of 34 to 67 (∅ 49,32) took part in the survey. The interval between the begin of therapy and the current time of survey was between one and 50 months, which equals an average of 26,1±16,8 months or 2,2±1 years. Results The evaluation shows that there is a difference between nutritional behavior at the point of time of diagnosis and the actual nutritional behavior at the point of time of survey. The results of all surveyors are significantly different in regard to both points in time. There was no correlation between appetite suppression and subjective feeling or impression of the illness as well as no correlation between the ability to be hungry or how strongly hunger is felt. Conclusion This pilot study was able to show that there is a distinctive correlation between a diagnosed burnout and nutritional behavior. Further surveys with a slightly abstracted survey instrument are necessary to consolidate results.

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