Bedingt gesund! - Untersuchung des Zusammenhangs zwischen externen und internen Faktoren und dem subjektiven Gesundheitszustand von chronisch Kranken mittleren Lebensalters in Hamburg

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesundheit , Chronisch Kranker , Hamburg
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Einleitung: Der medizinisch-technische Fortschritt, verbesserte Lebensbedingungen und der derzeitige Lebensstil führen dazu, dass zukünftig auch in Deutschland die Anzahl an chronischen Erkrankungen im mittleren Lebensalter zunehmen wird. Chronisch Kranke streben nach einem auto-nomen Leben in bedingt guter Gesundheit und ein guter subjektiver Gesundheitszustand hat eine geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zur Folge. Auf Grund der thematischen Re-levanz befasst sich diese Arbeit mit der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen internen und externen Faktoren und dem subjektiven Gesundheitszustand chronisch Kranker mittleren Lebensalters. Methodik: Diese Arbeit beruht auf der Analyse von Angaben chronisch Kranker in Hamburg, die aus der von der BGV im Jahr 2011 veranlassten GIMA-Querschnittsstudie selektiert wurden. Die Daten wurden nach mehrstufigem Zufallsprinzip erhoben und nach der Stichtagsbevölkerung 2010 gewichtet (ngewichtet=480). Mittels SPSS wurden in einer quantitativen Datenanalyse soziodemographische Daten, soziale Unterstützung, gesundheitliche Kontrollüberzeugung und krankheitsbezogene Faktoren auf Zusammenhänge mit dem subjektiven Gesundheitszustand untersucht. Ergebnisse: Die multivariate Analyse ergab, dass eine ausgeprägte gesundheitliche Kontrollüber-zeugung die Wahrscheinlichkeit für einen schlechten subjektiven Gesundheitszustand um das 0,36-fache erhöht. Ein mittlerer (OR=2,47) und hoher (OR=7,42) Beschwerdedruck gingen mit einer statistisch signifikanten erhöhten Chance für einen schlechten subjektiven Gesundheitszustand einher. Diskussion: Ein mittlerer und hoher Beschwerdedruck konnten als Risikofaktoren und eine ausge-prägte gesundheitliche Kontrollüberzeugung als Schutzfaktor für einen schlechten subjektiven Gesundheitszustand identifiziert werden. Das Alter zeigte sich in der mittleren Lebensphase bei chronisch Kranken für die Beschreibung des subjektiven Gesundheitszustands als nicht relevant. Bei Betrachtung der nicht signifikanten Ergebnisse der restlichen Prädiktoren müssen folgende Limitationen berücksichtigt werden: Mögliche unzureichende Stichprobenanzahl, Messinstrument-Fehler und Informationsverlust durch dichotome Variablenform. Weitere Studien, vor allem in prospektiver Form zur Aufdeckung von Ursache-Wirkungsbeziehungen, sind erstrebenswert. Auf Basis die-ser Studienergebnisse wird die Förderung der gesundheitlichen Kontrollüberzeugung bei chronisch Kranken mittleren Lebensalters durch gesundheitsförderliche Interventionen zur Verbesserung des subjektiven Gesundheitszustands empfohlen.

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