Planung der mikrobiologischen Probenuntersuchungen nach einem System zur risikoorientierten Bewertung von Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs bei Eingang in die EU gemäß der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 Artikel 15 Absatz 1

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Mikrobiologie , Lebensmittel , Verordnung
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Der Verzehr von Lebensmitteln ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Dennoch können von Lebensmitteln Gefahren ausgehen, die die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen können. Die Gewährleistung, dass Lebensmittel sicher sind, ist ein Grundprinzip im Lebensmittelrecht und trägt zum Gesundheitsschutz und Wohlbefinden des Menschen bei. Die Verantwortung für die Einhaltung der Lebensmittelsicherheit tragen primär die Lebensmittelunternehmer und sekundär die Mitgliedsstatten. Im Rahmen der amtlichen Einfuhrkontrolle werden die Lebensmittel stichprobenartig kontrolliert. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei die Kontrolle anhand des vom Lebensmittel ausgehenden Risikos. Während die Lebensmittel tierischen Ursprungs, aus Gründen der Tierseuchengefahr, schon lange einer systematischen Kontrolle unterstehen, spielte die Kontrolle von Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs lange eine untergeordnete Rolle. Seit Inkrafttreten der Kontrollverordnung (EG) Nr. 882/2004 müssen die Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs ebenfalls risikoorientiert kontrolliert werden. Dennoch gibt es derzeit kein System für die risikobasierte Einfuhrkontrolle von Lebensmitteln. Für das allgemeine risikoorientierte Monitoring, nach VO (EG) Nr. 882/2004 Art. 15, wurde ein System zur risikoorientierten Bewertung von Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs bei Eingang in die EU entwickelt. Mit Hilfe der ausgewählten Bausteine Warenobergruppen, Einfuhrmengen, Beanstandungsmengen, Schutzmaßnahmen, Gefahr des Lebensmittels, Ernährungsrelevanz, Vereinbarungen über verringerte Kontrollen, YOPI und Untersuchung der Lebensmittel wurde ein Formel entwickelt, mit der in neun Schritten die Probenanzahl der Lebensmittel errechnet wird. Dabei wird die jährlich zur Verfügung stehende Probenanzahl zunächst auf die Warenobergruppen, anschließend auf die ausgewählten Lebensmittel und im letzten Schritt auf die dazugehörigen ausgewählten Drittländer verteilt. Anhand eines Beispiels wird das System verdeutlicht und anschließend eine Empfehlung für die Probenuntersuchung auf mikrobiologischen Parameter gegeben. Das System soll einen ersten Ansatz zur risikoorientierten Kontrolle der Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs liefern und die Probenuntersuchungen des Veterinär- und Einfuhramtes im Ham-burg ressourcenschonend und zielgerichtet einsetzen. Dabei wird deutlich, dass besonders der Bau-stein Gefahr des Lebensmittels die Gefahren, die von Lebensmittel ausgehen können, nicht in vollem Umfang und für alle Lebensmittel wiederspiegeln kann. Darüber hinaus ist bisher wenig über die Gefahren bekannt, die von Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs ausgehen können. Daher bedarf es weiterer wissenschaftlicher Stellungnahmen seitens der EU oder des Bundes, hinsichtlich der Gefahren und allgemeinen Risikoeinschätzungen von Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs.

Kurzfassung auf Englisch:

The consumption of food is a basic human need. Though food may imply hazards for the human. Ensuring, that foods are safe is a fundamental principle in European food law and contribute the health and well-being to human. The responsibility of compliance with the food safety is primary task of food business operators and the secondary member states of the EU. As part of the official import inspection of food as random checks. An important criterion is the control on the basis of the risk posed by food. While the foods of animal origin have long been subject to a systematic control of reasons of animal disease risk, the control of food of non-animal origin has long played a subordinate role. Since the entry into force of Regulation (EC) No. 882/2004 the food of non-animal origin must also be risk-based controls. However, there is currently no system for risk-based import inspection of foodstuffs. For the general risk-based monitoring, in accordance with Regulation (EC) No. 882/2004 Art. 15, a system of risk-based assessment of food of non-animal origin for entrance into the EU was devel-oped. With the help of selected parameters product groups, import volumes, complaint volumes, protection measures, danger of food, nutritional relevance, agreements on reduced controls, YOPI and investigation of food a formula has been developed, with the nine steps, the number of samples of food is calculated. The available annual number of samples will be distributed first to the product groups, then the selected foods and in the last step on the corresponding selected third countries. An example of the system is illustrated and then added a recommendation for sample testing for microbiological parameters. The system is a first approach to risk-based inspection of food of non-animal origin, so that the samples studied veterinary and Import Agency in Hamburg can be used on resources and targeted. It turns out that especially the parameter danger of food cannot fully and to all foods reflect the dangers posed by food. Moreover, so far little is known about the hazards posed by foods of non-animal origin. Therefore, it needs further scientific opinions by the EU or the federal government, in terms of hazards and overall risk assessment of food of non-animal origin.

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