Ursachenanalyse der Straßenverkehrsunfälle von Fahrzeugen des Rettungsdienstes in den Jahren 2011 bis 2013 am Beispiel der Rettungsdienst-Kooperationin Schleswig-Holstein gGmbH

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Unfallursache , Rettungswesen
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr

Kurzfassung auf Deutsch:

Frühere Studien zeigen, dass Rettungsfahrzeuge häufiger an Straßenverkehrsun-fällen beteiligt sind als andere Verkehrsteilnehmer und hierbei schwerwiegendere Folgen entstehen. Besonders der Bereich der Einsatzfahrten unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten im Sinne der §§ 35 und 38 StVO führen aufgrund der Komplexität immer wieder zu kritischen Fahrsituationen. Ziel dieser Arbeit ist es daher statistische Grundlagen für Unfälle von Rettungsmitteln zu erarbeiten, um die aktuelle Entwicklung der Unfallhäufigkeit und -schwere beurteilen zu können. Hierfür sollen beeinflussende Parameter untersucht werden, um Unfallursachen identifizieren zu können. Die Datenbasis stellten die Unfallberichte der Jahre 2011 bis 2013 der Rettungsfahrzeuge der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein gGmbH dar. Die benötigten Werte aller Berichte wurden in eine Datenbank eingearbeitet und untersucht sowie bewertet. Der anschließende Vergleich der Ergebnisse untereinander und mit Daten des übrigen Verkehrsunfallgeschehens erfolgte mittels Konfidenzintervallen. Insgesamt zeigt sich, dass 80 % des Unfallgeschehens auf Rangierbeschädigungen entfallen, wobei relativ betrachtet vor allem Rettungsfahrzeuge von Wachen mit geringerer Einsatzauslastung in überdurchschnittlich viele Rangierunfälle verwickelt sind. Die Unfallrate der Einsatzfahrzeuge ist fast zehn Mal so groß, das Risiko für Unfälle mit Personenschaden nahezu drei Mal so hoch wie für andere Verkehrsteilnehmer, wobei besonders die Gefährdung auf Einsatzfahrten deutlich wird. Hervorzuheben ist, dass beide Raten sich im Gegenteil zum übrigen Verkehr in einem Zeitraum von fast 30 Jahren kaum beziehungsweise deutlich weniger verbessert haben. Bei verschiedenen Parametern, wie „geringes Alter der Einsatzkräfte“ oder „Örtlichkeit Kreuzung“, konnte ein signifikanter Einfluss auf das Unfallgeschehen nachge-wiesen werden. Der Vergleich der Ergebnisse mit anderen Studien verdeutlicht, dass in vielen Bereichen eine Übereinstimmung vorhanden ist. Auf Grundlage dieses Vergleichs und der erarbeiteten Resultate wurden anschließend Ansätze für Empfehlungen ausgearbeitet und die Ergebnisse abschließend bewertet.

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