Gefährdungsbeurgteilung psychischer Belastungen in einem ambulanten Pflegedienst - Bewertung mittels der wissenschaftlichen Fragebögen AVEM und Impuls

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gefährdungsanalyse <Arbeitsschutz> , Pflegekraft , Screening , Ambulanter Hilfs- und Pflegedienst
Freie Schlagwörter (Englisch): Risk assessment , screening , healthcare professionals , home care unit
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

HINTERGRUND Die psychische Belastung in der Krankenpflege ist sehr hoch. Durch Gefährdungsbeurteilungen mittels der arbeitspsychologischen Instrumente AVEM-44 (Kurzversion) und IMPULS-Test sollten Einflussfaktoren und Interventionsmöglichkeiten in einem ambulanten Hamburger Pflegedienst erforscht werden. METHODIK Vorgenannte zwei Screening-Verfahren wurden als anonyme schriftliche Befragung unter den Pflegekräften von August-Oktober 2012 durchgeführt. Pflegemitarbeiter, welche mehr als 120 Stunden monatlich und länger als ein halbes Jahr beschäftigt waren, wurden inkludiert. Die Datenanalyse erfolgte mittels systemeigener Auswertungsprogramme sowie Microsoft Excel 2013. ERGEBNISSE Zehn Pflegekräfte (n=10) wurden in die Studie eingeschlossen, von denen 80% (n=8) weiblich und 20% (n=2) männlich waren. Das Durchschnittsalter betrug 35,1 Jahre (34,6 bei Frauen, 37 bei Männern) und niemand arbeitete im Nachtdienst. Bezüglich des Ausbildungsstandes waren 40% (n=4) mit Examen und 60% (n=6) ohne Examen, aber in medizinisch-pflegerischen Berufen ausgebildet. Die Rücklaufquote betrug 100% bei einem unbrauchbaren Fragebogen. Anhand der Häufigkeitsverteilungen ließen sich als mögliche positive Einflussfaktoren im AVEM-44 ein höheres Alter, ein Examen und die Teamzugehörigkeit zu einem tendenziell autoritär geführten Team darstellen. Im IMPULS-Test zeigten sich ein niedrigeres Alter, männlich zu sein, ein Examen sowie die Zugehörigkeit zu einem kooperativ-laissez-faire geführten Team als eventuelle Schutzfaktoren. Risikomuster A wies eine Häufung innerhalb der größten drei Abweichungen im IMPULS-Bereich Ressourcen auf, das Burn-out-Muster bei den Stressoren und das gesundheitsförderliche Muster G ausschließlich bei den Ressourcen. SCHLUSSFOLGERUNG Es gibt Hinweise auf Einflussfaktoren, die Interventionen ermöglichen (beispielsweise Nachqualifikation). Limitationen sind hohe Zufallswahrscheinlichkeit und geringe Aussagekraft aufgrund der kleinen Anzahl an Probanden, ein Pflegedienst ist nicht ausreichend repräsentativ und die Führungsstile beruhen auf persönlicher Beobachtung. Zusätzliche Studien sind notwendig.

Kurzfassung auf Englisch:

BACKGROUND Mental stress in nursing is very high. In using risk assessment via work, psychological questionnaires AVEM-44 (short version) and IMPULS-test influencing factors and intervention options should be researched in a home care unit in Hamburg. METHODS The aforementioned anonymous questionnaires were conducted among health care professionals from August to October, 2012. Employees working in the Hamburg home care unit for more than 120 hours per month and for longer than half a year were included. The data results were analyzed using the method-included systems and Microsoft Excel 2013. RESULTS Ten healthcare professionals participated (n=10), of which 80% (n=8) were female and 20% (n=2) were male. The mean age was 35.1 years (34.6 female, 37 male) and there were no night-workers. 40% (n=4) were registered nurses, 60% (n=6) were not registered, but trained in medical-care sector. Response rate was 100% within an unanalyzable questionnaire. Based on the frequency distributions in AVEM-44, an increasing age, being a registered nurse and being a member in a team with clear leadership were identified as positive influencing factors. In the IMPULS-test, lower age, being male, being registered and working in a cooperative and laissez-faire managed team could be shown as protective factors. Risk pattern A shows an accumulation within the three largest deviations in the IMPULS area resources, the burn-out profile at the stressors and the health-promoting pattern G only in resources. CONCLUSION There are indications on influencing factors that enable interventions (e.g. post-qualifications). The limitations are high random probability and low significance due to the small number of subjects, the research based on one nursing service is not sufficiently representative and the leadership styles are based on personal observation. Additional studies are necessary.

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