Risikomanagement für Expatriates in Hochrisikoregionen am Beispiel mittelständischer Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Risikomanagement
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft

Kurzfassung auf Deutsch:

Die vorliegende Arbeit handelt vom Risikomanagement für Expatriates mittelständischer Unternehmen mit Aktivität in der MENA-Region, in Afrika und Südostasien. Ziel dieser Arbeit ist, anhand einer empirischen Untersuchung herauszufinden, wie intensiv sich mittelständische Unternehmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein mit den Gefahren einer Entsendung in diese Hochrisikoregionen auseinandersetzen. Hierbei wird auch untersucht, inwieweit die Qualität des jeweiligen Risikomanagements mit der Unternehmensgröße und der Entsendungsdauer korreliert. Aus diesen Erkenntnissen wird anschließend eine Empfehlung für notwendige Maßnahmen entwickelt. Gleichzeitig sollen die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, die Sicherheit der Expatriates und die damit verbundenen Kosten in Einklang gebracht werden. Der theoretische Bezugsrahmen besteht aus einer Recherche mehrerer Literaturquellen und aktueller Medienbeispiele. Anschließend wird ein optimaler Prozess einer Entsendung erarbeitet. Ergänzt wird die Theorie durch Interviews mit Institutionen, die im Bereich Auslandsentsendungen aktiv sind. Im Ergebnis der Befragung ist erkennbar, dass bei gleicher Gefährdung gerade kleinere Unternehmen sowie generell Unternehmen mit kurzer Entsendungsdauer größere Defizite im Risikomanagement aufweisen. Eine weitere, zentrale Erkenntnis ist die vernachlässigte Betrachtung medizinischer Risiken bei einem Großteil der Unternehmen. Ein Lösungsansatz ist der erarbeitete optimale Prozess einer Entsendung, der für die Unternehmen als Leitfaden genutzt und individuell angepasst werden kann. Die Hauptpunkte für das Risikomanagement sind hierbei Informationen über Länderrisiken, Mitarbeiterauswahl und -vorbereitung, Lagemonitoring und Krisenmanagement im Schadensfall. Außerdem wird als Anreiz auf einige hilfreiche und leicht realisierbare Maßnahmen (Deutschenliste, Evakuierungstaschen etc.) hingewiesen. Weiterhin bieten sich für kleinere Unternehmen oftmals ein Austausch bzw. eine Zusammenarbeit mit anderen, im Zielland tätigen Unternehmen an, um gemeinsam Risikomanagementstrukturen zu etablieren. In jedem Fall sollten vonseiten des Arbeitgebers die nötigen Zeit- und Kostenaufwände für ein ausreichendes Risikomanagement in die Entscheidung über eine Aktivität in Risikogebieten einfließen, um der Fürsorgepflicht gerecht zu werden.

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