Deutschland-Kroatien: Surveillance-Systeme im Vergleich am Beispiel von meldepflichtigen Krankheiten und Impfsystemen

URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Deutschland , Kroatien
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Einleitung Infektionskrankheiten kennen keine Grenzen zwischen wissenschaftlichen Gebieten, Gesetzen und Ländern. Ein internationaler Wissensaustausch, Prozessverbesserungen und eine Qualitätserhöhung von internationalen Surveillance-Systemen gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Die vorliegende Arbeit vergleicht die nationalen Surveillance-Systeme aus Deutschland und Kroatien. Der Vergleich verfolgt das Ziel, Stärken und Schwächen der beiden Surveillance-System zu identifizieren. Er basiert auf ausgewählten Kriterien für Präventionsmaßnahmen und berücksichtigt zum einen die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu den Impfungen von Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland und zum anderen die Pflichtimpfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsenen in Kroatien. Methode Die Arbeit beschränkt sich auf die Darstellung von Methoden und ausgewählten Ergebnissen der Überwachung und Kontrolle von Infektionskrankheiten in der Europäischen Union (EU) bzw. Deutschland und Kroatien. Ziel ist es, die Analysen der von 2001 bis 2013 gemeldeten Daten und das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen in den Ländern Kroatien und Deutschland vorzustellen und miteinander zu verglichen. Der Fokus richtet sich auf die politischen Vorgaben und die Arbeit von epidemiologischen Einrichtungen in Bezug auf die Regelungen in der Europäischen Union. Ergebnis Die epidemiologische Situation in Kroatien ist relativ günstig. Die Krankheiten Typhus, Hepatitis A und Dysenterie, deren Hauptursachen üblicherweise in Armut, niedrigem Lebensstandard und niedrigem Bildungsniveau gesehen werden, sind selten. Krankheiten, gegen die systematisch geimpft wird, wie Masern, Röteln, Mumps, Keuchhusten und Tetanus, sind fast komplett beseitigt. Infektionskrankheiten wie Diphtherie und Kinderlähmung sind vollständig ausgerottet. Klassische sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis und Gonorrhö haben eine geringe Inzidenz. Mit den Impfprogrammen und Impfempfehlungen wird als primäres Ziel die Inzidenzreduktion von Infektionserkrankungen in der Bevölkerung angestrebt. Beim Vergleich der Inzidenz durch Impfung zu verhütender Krankheiten in Deutschland und Kroatien wird der Effekt von Impfpflichtmaßnahmen deutlich. In Kroatien führten die Impfpflichtmaßnahmen zur Elimination von vielen Krankheiten. In Deutschland dagegen deuten wiederholte Ausbrüche von Infektionskrankheiten auf Immunisierungslücken hin. Schlussfolgerung Gut funktionierende Surveillance-Systeme sind von großer Bedeutung für die globale Sicherheit. Die vorgestellten Daten geben einen Überblick über die epidemiologische Lage im jeweiligen Land und reflektieren die Aktivitäten von allen am Meldegeschehen beteiligten Personen. Eine gute Zusammenarbeit mit einem rechtzeitigen, länderübergreifenden Informationsaustausch ist das Fundament eines intakten Surveillance-Systems in Europa.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.