Spatial Auditory Displays : Wahrnehmungstheoretische Eignungsuntersuchung akustischer Benutzeroberflächen

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Dokumentart: Masterarbeit
Institut: Department Informatik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Akustische Holographie
DDC-Sachgruppe: Informatik

Kurzfassung auf Deutsch:

Der menschliche Wahrnehmungsapparat verfügt grundsätzlich über fünf Sinneskanäle durch die Informationen aus der Umwelt gewonnen werden können. Unsere heutige digitale Welt bedient, bis auf wenige Ausnahmen, aber nur einen dieser potentiellen Kommunikationswege – die Vision. Gleichzeitig böte die Einbeziehung weiterer Sinne die Möglichkeit, die visuelle Wahrneh-mung zu entlasten und entsprechend holistischer Wahrnehmungsprinzipien angemessen zu komplementieren. Durch ihre wahrnehmungstheoretische Eignung erscheinen akustische Repräsentationsformen prädestiniert diese Aufgabe zu erfüllen. Akustische Signale sind einerseits in der Lage hoch komplexe Information mit großer Dichte zu transportieren, andererseits ist der akustische Wahrnehmungsapparat mittels einer Kaskade kognitiver Mechanismen fähig, diese Informationen adäquat zu decodieren und zu interpretieren. Als Disziplin der akustischen Datenpräsentation wird in der vorliegenden Arbeit die Domäne der auditorischen Displays identifi-ziert. Durch diese Displaytechnologie ist es möglich, Nutzern handlungsweisende Informatio-nen verständlich zu präsentieren, eine spielerische Interaktion zu provozieren und kontrolliert Emotionen zu induzieren. Der Einsatz auditorischer Displays und Benutzeroberflächen er-scheint deshalb aus wahrnehmungstheoretischer Perspektive sinnvoll. Zusätzlich kann die Sicherheit im Umgang mit akustischen Informationen durch eine Spatialisie-rung der akustischen Signale weiter unterstützt werden. Aus wahrnehmungstheoretischer Sicht leitet sich dieser Zusammenhang aus der engen Verknüpfung zwischen Audition und räumlicher Wahrnehmung ab. Technologien und Konzepte zur Implementierung spatial-auditorischer An-wendungen existieren bereits heute in Form sogenannten spatialer, auditorischer Displays. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird die wahrnehmungstheoretische Eignung dieser Systeme auf dem Hintergrund klassischer und auditionsspezifischer Wahrnehmungsmodelle untersucht.

Kurzfassung auf Englisch:

The human perceptory system does essentially comprise five senses through which information from the environment can be gleaned. However, in the contemporary digital age, save for a few exceptions, merely one of these potential cognitive pathways – vision – is attended to. Concur-rently, inclusion of further senses would provide an opportunity to relieve and to adequately complement visual perception in accordance with holistic perception and cognition principles. Due to their inherent suitability in terms of perception theory, acoustic forms of representation seem predestined to fulfil this task. On the one hand, acoustic signals are able to convey highly complex information at high density, on the other hand, the acoustic perceptory system, via a deluge of cognitive mechanisms, is able to decode this information adequately and to interpret it. Recognition of the domain of auditory displays as a discipline of acoustic data presentation is explored and substantiated in this thesis. Such display technology allows the possibility of pre-senting instructional information com-prehensibly to its users, to provoke playful interaction and to induce emotion in a con-trolled manner. Accordingly, utilisation of auditory displays and user interfaces does, from the perspective of perception theory, seem sensible. Additionally, acoustic information handling skills can further be supported by spatialisation of acoustic sig-nals. Under aspects of the theory of perception, this correlation is derived from the close inter-relation between audition and spatial perception. Technologies and concepts aimed at implementation of spatial auditory applications do exist already in the shape of spatial auditory displays. Within the scope of this thesis, suitability of these systems in terms of perception theory is researched on the background of classical and audition-specific models of perception.

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