Bedarf an internetbasierter Nachsorge bei adipösen Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach stationärem Reha-Aufenthalt - Ergebnisse einer Patientenbefragung und Literaturanalyse

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Fettsucht , Nachsorge
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: Die steigende Prävalenz von Adipositas und Übergewicht im Kindes- und Jugendalter ist ein weltweites Problem. Auch deutsche Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Die vielen Therapie-/Rehamaßnahmen können nur selten eine langfristige Gewichtsnormali-sierung gewährleisten. Es fehlen geeignete Nachsorgestrukturen, die die Initialerfolge der Therapien aufgreifen und die dauerhafte Implementierung der gelernten Verhaltensmodifikationen in den Alltag erleichtern. Aufgrund dessen wurde in dieser Arbeit anhand von Literaturanalyse und eigenständig durchgeführter Patientenbefragung untersucht, welche Faktoren beim Thema Nachsorge besonders wichtig sind. Im Fokus stand hierbei die Möglichkeit einer online-Nachbetreuung per Smartphone/Tablet. Methode: Zunächst wurden die derzeitigen Möglichkeiten der Nachsorge adipöser Kinder und Jugendlicher nach stationärem Reha-Aufenthalt anhand verschiedener Studien dargestellt. Auch das Thema mobile health wurde dabei genauer betrachtet. In Zusammenarbeit mit dem Adipositas-Rehazentrum Insula in Bischofswiesen ist eine Patientenbefragung zum spezifischen Bedarf der Jugendlichen an internetbasierter Nachsorge durchgeführt worden. Befragungsteilnehmer waren sowohl aktuell dort lebende Patienten als auch ehemalige Patienten des Rehazentrums. Ergebnisse: Anhand der Patientenbefragung wird deutlich, dass Nachsorgemaßnahmen dringend erforderlich sind. Laut Literaturanalyse ist eine bessere Vernetzung von stationärem Aufenthalt und ambulanter Betreuung obligatorisch. Dies kann auf verschiedene Arten und mit Hilfe verschiedener Kommunikationskanäle (Smartphone) geschehen. Die Insula-Patienten stehen einer Smartphone-Nachsorge jedoch eher skeptisch gegenüber. Fazit: Trotz des nicht eindeutig geklärten Bedarfs der Jugendlichen an einer online-Nachsorge, sollte diese Möglichkeit in der zukünftigen Therapie adipöser Patienten nicht außer Acht gelassen werden. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass das Smartphone zahlreiche nützliche Eigenschaften aufweist, die die Nachsorge adipöser Jugendlicher nach stationärem Aufenthalt vereinfachen und dadurch verbessern können.

Kurzfassung auf Englisch:

Background: The increasing prevalence of overweight children and childhood obesity is a worldwide problem. In Germany, adolescents are affected by this as well. There are many ways of treatment, but long-term weight normalisation can rarely be initiated. There is a lack of adequate post-rehabilitation support, which could help to implement the learned behavioral modifications in everyday life. The important criteria of aftercare were analysed through the use of literature research and an independent patient survey. The aim of the investi-gation was to explore the possibilities of online-aftercare via mobile devices (smartphone/ tablet). Participants and Methods: Based on different studies, the potential methods of aftercare for obese children and adolescents after inpatient treatment were analysed. The topic of mobile health was considered in more detail here. In collaboration with the obesity rehab-center Insula, in Bischofswiesen, a patient survey about young peoples’ specific demands regarding online-aftercare was performed. Participants consisted of current patients as well as former patients of the rehab-center Insula. Results: The patient survey clearly shows that aftercare efforts are urgently needed. The literature research revealed that better networking between inpatient treatment and outpatient aftercare is obligatory. This can be realised by different means of implementation and through various communication channels (Smartphone). However, the patient survey also reveals some rather skeptical opinions of participants about smartphone-aftercare in general. Conclusion: Despite the as yet undetermined requirements for survey participants to use online-aftercare, this way of treatment should not be neglected in future obesity therapy. Current developments show that smartphones can offer various possibilities to simplify and thereby improve aftercare treatments of obese adolescents after inpatient treatment.

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