Pränataldiagnostik und Sicherheitsempfinden - Eine quantitative Studie mit schwangeren Frauen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Pränatale Diagnostik , Sicherheit , Schwangerschaft , Angst
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Eine Schwangerschaft ist zeitgleich etwas vollkommen Natürliches und eine absolute Ausnahmesituation. Neben physiologischen Veränderungen beeinflussen häufig negative Gefühle wie Angst vor Komplikationen, vor der neuen Lebensaufgabe und Schauergeschichten von Totgeburten und komplizierten Entbindungen das Schwangerschaftserleben. Rund drei Viertel der schwangeren Frauen wurden im Jahr 2013 in Deutschland zu sog. „Risikoschwangeren“ erklärt – ein Umstand, der meist das ärztliche Zutragen von Informationen über vorgeburtliche Untersuchungen (Pränataldiagnostik) impliziert. Diese medizinischen Möglichkeiten werden zum Einen mit dem Argument des „Eingriffs in die Natur“ kritisiert, zum Anderen als Angst relativierend und Perinatalsterblichkeit minimierend befürwortet. In einer Querschnittstudie wurden n = 539 schwangere Frauen mittels Online- Fragebogen zu ihrem Schwangerschaftserleben befragt: Subjektiv empfundene Intensität von allgemeinen Sorgen und spezifischen Ängsten wurden hinsichtlich ihrer Zusammenhänge mit individuellen mentalen Eigenschaften und äußeren Umständen untersucht. So sollten zunächst die Unterschiede in Bezug auf das Sicherheitsempfinden zwischen Pränataldiagnostik wahrnehmenden Frauen und solchen, die darauf verzichten, herausgestellt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Schwangere, die sich bzw. ihr Ungeborenes untersuchen ließen, von einem höheren Angstlevel begleitet waren. Der Einfluss von Austausch und Information zeigte bei diesen Frauen jedoch größere positive Einflüsse auf das Sicherheitsempfinden als in der gegenübergestellten Gruppe. Ein Umstand, der möglicherweise auf die informellen Rahmenbedingungen werdender Mütter zurückzuführen ist und ein Mehr an fachlicher Unterstützung in der Schwangerschaftsbegleitung fordert.

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