Bedeutung von Vitamin D bei Depressionen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Depression , Vitamin-D-Gruppe
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie

Kurzfassung auf Deutsch:

Vitamin-D-Defizite und -Mangelzustände stellen ein weltweites Problem dar und werden mit einer Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht, insbesondere auch mit dem Krankheitsbild der Depression. Dieses betrifft weltweit ca. 350 Millionen Menschen und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt jährlich zu (WHO, 2012). Da eine Deckung des Vitamin-D-Bedarfs über eine normale Ernährung nicht möglich ist, ist eine ausreichende Vitamin-D-Synthese über die Haut von großer Wichtigkeit. Diese ist jedoch aus verschiedenen Gründen bei vielen Menschen nicht ausreichend gegeben, weswegen z.B. in Deutschland ca. 60% der Bevölkerung über eine inadäquate Vitamin-D-Versorgung verfügen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung von Vitamin D bei Depressionen mit Hilfe von aufgestellten Hypothesen zu untersuchen. Zum einen soll herausgefunden werden, ob es einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blutserum und depressiven Symptomen gibt, zum anderen, ob eine Vitamin-D-Supplementierung depressive Symptome verringern kann. Diese Hypothesen wurden anhand von insgesamt sechs Studien überprüft, die mittels einer systematischen Literaturrecherche als relevant eingestuft wurden. Es konnte bestätigt werden, dass Vitamin D eine Bedeutung in dem Krankheitsbild der Depression zugeschrieben werden kann. Menschen mit depressiven Symptomen weisen signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel im Blut auf als gesunde Personen. Die Hypothese, dass eine Vitamin-D-Supplementierung depressive Symptome verbessern kann, konnte anhand einiger Studien bestätigt werden. Die untersuchten Studien zeigten jedoch eine hohe Variation der Studiendurchführung, insbesondere in Bezug auf unterschiedliche Vitamin-D-Dosierungen, Formen der Supplementierung, Interventionszeiträume und Teilnehmerauswahl, und eine daraus resultierende schlechte Vergleichbarkeit der Studienergebnisse. Aufgrund dessen kann zu diesem Zeitpunkt keine einheitliche Empfehlung zur Vitamin-D-Supplementierung für die Verbesserung depressiver Symptome aus den untersuchten Studien abgeleitet werden. Dennoch weist die Mehrzahl dieser Studien auf die Effektivität von Vitamin-D-Supplementen zur Verringerung depressiver Symptome hin. Dieser Effekt ist bei Personen mit einer diagnostizierten Depression am stärksten.

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