Gesund leben aus Gewohnheit? Fördernde und hemmende Prädiktoren der Gewohnheitsstärke von Gesundheitsverhalten - systematische Literaturanalyse zu fördernden und hemmenden Prädiktoren der Gewohnheitsstärke von Gesundheitsverhalten

URL
Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Gesundheit , Gewohnheit
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Obwohl mit dem Motivations-Volitions-Prozessmodell von Fuchs (2007) gegenwärtig ein umfassendes und für die Erklärung und Änderung von Gesundheitsverhalten hilfreiches Modell vorliegt, wurde bisher nicht untersucht, ob die in dem Modell postulierten motivationalen und volitionalen Prozesse zur Bildung von Gewohnheiten beitragen können. Da aktuelle Forschungsergebnisse darauf hinweisen, dass Gewohnheiten helfen, Gesundheitsverhalten im Allgemeinen und körperliche Aktivität im Speziellen dauerhaft im Alltag zu integrieren (Lally, van Jaarsveld, Potts, & Wardle, 2010, S. 1007), entwickelte sich die Fragestellung, welche motivationalen und volitionalen Prädiktoren des MoVo-Modells die Gewohnheitsstärke körperlicher Aktivität fördern oder hemmen können. Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt um Studien zu identifizieren, die den Zusammenhang von motivationalen und volitionalen Prädiktoren mit der Gewohnheitsstärke körperlicher Aktivität untersucht haben. Dafür wurden die Datenbanken Medline (PubMed) und ScienceDirect (Elsevier) durchsucht und die Suchmaschine Google Scholar eingesetzt. Die Literaturrecherche ergab 823 Treffer, von denen 812 Treffer ausgeschlossen werden mussten. Es wurden 11 Primärstudien ermittelt, die der Beantwortung der Fragestellung zugrunde gelegt wurden. Es wurden vor allem fördernde Effekte der MoVo-Variablen gefunden. Implementierungsintentionen, Selbstkonkordanz und Ergebniserfahrung korrelierten signifikant, positiv und moderat bis stark mit der Gewohnheitsstärke und können zur Bildung von Gewohnheiten beitragen. Es zeigte sich aber auch ein zukünftiger Bedarf an aussagekräftigeren Längsschnittdesigns mit Kontrollgruppen.

Hinweis zum Urheberrecht

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datenenetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Insbesondere gilt:

Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.