Von der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung und derNährwertkennzeichnungsverordnung zur Lebensmittelinformationsverordnung –ein Fortschritt für den Verbraucherschutz?

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Lebensmittelkennzeichnung , Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel , Verbraucherschutz
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Kritik an der Sicherheit von Lebensmitteln und dem Vertrauen in die Lebensmittelindustrie ist ein schon seit langem bestehendes Thema. Durch die Verabschiedung der Lebensmittelinformationsverordnung wird in den Medien wieder über diese Thematik diskutiert. Politik und Wirtschaft sehen durch diese Verordnung den Vorteil einer transparenteren Information für den Verbraucher und somit einer Verbesserung des Verbraucherschutzes. Verbraucherschutzorganisationen jedoch kritisieren weiterhin Lücken in der Gesetzgebung und sehen den Verbraucher durch die Reform nicht vor Täuschung und Irreführung geschützt. Hier stellt sich die Frage, ob die Ablösung der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung und der Nährwertkennzeichnungsverordnung durch die Lebensmittelinformationsverordnung tatsächlich ein Fortschritt für den Verbraucherschutz ist. Diese Frage soll mit der hier vorliegenden Bachelorarbeit geklärt werden. Zum besseren Verständnis der Thematik werden im Verlauf der Arbeit notwendige Begrifflichkeiten erläutert und es wird eine kurze Übersicht über die Entwicklung des Lebensmittelrechts gegeben. Des Weiteren wurde ein Fragebogen entwickelt, um ein Bild von den Verbraucherkenntnissen, deren Vorstellungen und Erwartungen zu bekommen. Der Fragebogen wurde in sechs Abschnitte unterteilt. Der erste beschäftigt sich damit, welcher Verbraucher eine Lebensmittelunverträglichkeit hat, gefolgt von dem Abschnitt über die bevorzugte Kaufstätte der Verbraucher, im nächsten Abschnitt wird erforscht ob und warum der Verbraucher auf die Kennzeichnung von Lebensmitteln achtet. Das Ernährungs- und Bewegungsverhalten wird im vierten Abschnitt abgehandelt. Des Weiteren wurden Informationen über das Verhältnis zur Lebensmittelsicherheit gesammelt und abschließend sollten noch persönlich Angaben gemacht werden. Der Fragebogen wurde von 107 Personen ausgefüllt. Durch die Ergebnisse der Umfrage und den theoretischen ersten Teil dieser Arbeit hat sich ergeben, dass die Lebensmittelinformationsverordnung ein Teilfortschritt für den Verbraucherschutz ist. Es sind nach wie vor Mängel, wie z.B. bei der Herkunftskennzeichnung, in der Gesetzgebung festzumachen und die Verbrauchererwartungen sind noch nicht zu einhundert Prozent erfüllt. Hier gibt es noch Handlungsbedarf von Seiten der Politik.

Kurzfassung auf Englisch:

The criticism of the food safety and trust in the food industry is already a long-standing issue. Media outlets recently renewed their interest in the topic due to the food information regulation being passed in the EU parliament. Politicians and economists regard this regulation as an improvement in terms of consumer protection and transparency. Consumer protection organizations still highlight gaps in the legislation and criticize a lack of sufficient consumer protection against deception and misdirection by the reform. This raises the question of whether or not the replacement of food labeling regulations and nutrition labeling regulation with the Food Information Regulation is actually a step forward for consumer protection. This thesis aims to resolve this question. For a better understanding of the topic the necessary terminology will be explained in the course of this study and a brief overview of the development of food law will be given. To further get a picture of the consumer knowledge, their ideas and their expectations a questionnaire was developed. The questionnaire was divided into six sections. The first section deals with which consumer have a food intolerance, followed by the section on the preferred place of purchase by the consumers, the next section explores if and why consumers pay attention to food labeling. Dietary habits and physical activity are discussed in the fourth section. In addition, information was collected about their relationship to food safety and in the last step further personal information was collected. 107 participants completed the questionnaire. Through the results of the survey and the theoretical first part of this study it has been found that the Food Information Regulation is part of a progressing consumer protection. There are still deficiencies in the legislation, for example in regards to origin labeling and the consumer expectations have not yet been met one hundred percent. There is a need for political action.

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