Die Rolle der Ernährung bei funktioneller Dyspepsie

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Ernährung , Dyspepsie
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Funktionelle Dyspepsie (FD) ist eine heterogene weit verbreitete Funktionsstörung. Die Symptome, zu denen postprandiales Völlegefühl, wiederkehrende Schmerzen und Brennen gehören, sind im oberen Gastrointestinaltrakt lokalisiert und treten ohne organische Ursache auf. (Riemann, et al., 2010 S. 505) Obwohl viele Patienten berichten, dass die funktionellen Beschwerden in Verbindung mit der Nahrungsaufnahme auftreten, gibt es nur wenige aktuelle Studien, die sich mit diätetischen Faktoren in der FD beschäftigen (Feinle-Bisset, et al., 2006 S. 608). Das Ziel dieser Bachelorarbeit war es diätetische Maßnahmen für die Behandlung von FD zu entwickeln. Dafür wurde eine systematische Literaturrecherche in PubMed, Em-Base und MED-Pilot durchgeführt. Durch die Kombination geeigneter Suchbegriffe wie “functional dyspepsia AND diet” oder “functional dyspepsia AND nutrition” wurde die Auswahl eingegrenzt. Letztendlich wurden zehn Studien, die bestimmten Auswahlkriterien entsprachen, genauer betrachtet. Die darin verwendeten unterschiedlichen Diagnosekriterien und Studiendesigns machten einen Vergleich nur teilweise möglich. Der Fettkonsum ist offenbar ein entscheidender Faktor bei der Symptomgenerierung der FD. Dementsprechend wird eine fettarme Kost empfohlen. Zudem können kleine Mahlzeiten und langsames Essen zur Minderung der Symptome beitragen (Biesalski, et al., 2010 S. 626). Bei der Erstellung eines individuellen Ernährungsplanes auf Basis der leichten Vollkost kann es hilfreich sein zu überprüfen, ob FODMAPs (Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole) zur Symptomgenerierung beitragen und die Aufnahme dieser gegebenenfalls einzuschränken. Größer angelegte Studien sind notwendig, um die Rolle der Ernährung und den Einfluss einer ernährungstherapeutischen Behandlung bei funktioneller Dyspepsie zu ermitteln.

Kurzfassung auf Englisch:

Functional Dyspepsia (FD) is a highly prevalent and heterogeneous disorder. It is characterized by upper gastrointestinal symptoms, such as postprandial fullness, recurrent pain and burning, without evidence of an organic disease. (Riemann, et al., 2010 S. 505) While a lot of patients indicate, that their symptoms correlate with food intake, the number of current studys investigating dietary factors in FD remain poor. (Feinle-Bisset, et al., 2006 S. 608) The aim of this bachelor thesis was to investigate dietary measures for the treatment of functional dyspepsia. A systematic literature research was carried out by using PubMed, Em-Base and MED-Pilot. The limitation was effected by making use of suitable keywords like „functional dyspepsia AND diet“ or „functional dyspepsia AND nutrition“. Ten studies, which correspond to with specific selection criteria, were scanned more precise. Different diagnostic criteria and study designs make them hard to compare. It seems to be clear, that fat intake is an imported factor for symptom generation in FD. Consequently a moderate fat intake is suggested. Moreover small meals and eating slowly could reduce the FD-symptoms. (Biesalski, et al., 2010 S. 626) It could be helpful to check whether there is a intolerance towards FODMAPs (fermentable oligo-, di-, monosaccharides and polyols). The individual nutrition plan for the FD-patient should be based on the „light normal diet“. Large scale studies are necessary to investigate the role of diet and the effect of nutrition therapy in the management of functional dyspepsia.

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