Frühe diätetische Interventionen bei akuter Pankreatitis - Was ist evident?

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Bauchspeicheldrüsenentzündung , Diät
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Hintergrund: In den letzten Jahrzehnten hat sich hinsichtlich der diätetischen Interventionen bei akuter Pankreatitis ein Wandel vollzogen. Früher wurden bei einer akuten Pankreatitis oftmals eine totale orale Nahrungskarenz und eine parenterale Ernährung angeordnet, mit dem Ziel eine Stimulation der Pankreassekretion zu vermeiden. Viele Studien, auch wenn in ihrem Design nicht immer hochwertig, widerlegten diese Annahme. Dies war der gebotene Anlass nach evidenten Ergebnissen zu diesem Thema zu suchen. Methode: Mit Hilfe der Datenbanken PubMed, Cochrane und Sciencedirect erfolgte eine systematische Literaturrecherche zur Klärung der Frage, welche frühen diätetischen Empfehlungen bei akuter Pankreatitis als evident bezeichnet werden können. Relevant waren hierbei die Resultate aus Meta-Analysen, RCTs, Reviews und klinischen Studien, die unterschiedliche Ernährungsformen bei akuter Pankreatitis miteinander verglichen haben. Vier Studien wurden in einem Zeitraum von sechs Jahren (01.01.2008-31.12.2012) untersucht. Ergebnisse: Eine enterale Ernährung konnte signifikant die Dauer des Krankenhausaufenthaltes, Gesamtlänge des Krankenhausaufenthalts, Mortalität, Multiorganversagen, septische Komplikationen und Schmerzen deutlich reduzieren. Darüber hinaus konnte eine gute Verträglichkeit beobachtet werden. Fazit: Es konnte festgestellt werden, dass eine enterale Ernährung sowohl bei milder als auch bei schwerer akuter Pankreatitis als sicher gilt und durchführbar ist. Ferner konnte bewiesen werden, dass eine enterale Ernährung einen positiven Einfluss auf die akute Pankreatitis hat und dadurch einen bevorzugten Weg für ernährungstherapeutische Interventionen darstellt.

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