Recht auf Vergessenwerden – Inhaltsanalyse von Presseartikeln zur zukünftigen Umsetzung des EuGH-Urteils gegen Google im Online-Reputationsmanagement

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Information
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Google
DDC-Sachgruppe: Recht

Kurzfassung auf Deutsch:

Im Zuge dieser Bachelorthesis wurde die Auswirkung des Urteils, ausgesprochen vom Europäischen Gerichtshof, gegen Google im Mai 2014 auf die Arbeit des Online-Reputationsmanagements untersucht. Der EuGH verurteile Google zur Annahme von Anträgen der Suchmaschinennutzer, Suchtreffer unter bestimmten Voraussetzungen aus den Suchergebnisseiten zu löschen. Im Rahmen der Untersuchung wurden 16 Artikel aus Fach- und Massenmedien zu die-sem Thema auf Grundlage einer Inhaltsanalyse ausgewertet. Dadurch konnten die Meinungsbilder in den Medien und Voraussetzungen für die Löschung der Suchergeb-nisse mit dem Online-Reputationsmanagement in Zusammenhang gebracht werden. Die Inhaltsanalyse ergab, dass das Meinungsbild in den Medien sehr umstritten ist. Das Verhältnis zwischen Befürwortern und Kritikern des Urteils ist nahezu ausgewogen. Somit kann nicht per se von einem positiven Urteil für das Online-Reputationsmanagement ausgegangen werden. Die zentrale Aussage für das Online-Reputationsmanagement, die durch die Untersu-chung gewonnen wird, ist, dass ein erfolgreicher Löschantrag unwahrscheinlicher wird, je prominenter der Kunde ist. So können Privatpersonen ohne Stellung in der Öffent-lichkeit zukünftig als Kunden wegfallen, da ihr Begehren auf Entfernung der uner-wünschten Suchtreffer bereits durch einen Antrag bei Google erfüllt werden kann. Personen des öffentlichen Lebens hingegen sind weiterhin auf die Werkzeuge des Online-Reputationsmanagement angewiesen, um ihren Ruf im Internet zu wahren.

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