Übergewicht und Adipositas in Mexiko - Systematische Literaturrecherche zu schulischen Interventionen

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Ökotrophologie
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Mexiko , Fettsucht , Schule
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit

Kurzfassung auf Deutsch:

Nicht nur Industriestaaten, sondern auch Entwicklungsländer sind stark von hohen Prävalenzzahlen an Übergewicht und Adipositas betroffen. Mexiko weist die höchste Adipositasrate bei Kindern weltweit auf. Das schulische Umfeld in Mexiko wird als wahrscheinlich adipositasfördernd eingestuft. Daraus leitet sich ein Bedarf für schulische Interventionen zur Gesundheitsförderung und Prävention ab. Um bereits vorhandene Interventionsmaßnahmen in diesem Bereich zu erheben, wur de eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank „PubMed“ durchgeführt, aus der sechs relevante Maßnahmen identifiziert wurden. Deren Studienauf-bau wurde anhand der Qualitätskriterien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung analysiert. Außerdem wurden die Effekte der Maßnahmen in drei As-pekte unterteilt: Kalorienaufnahme und Lebensmittelangebot, Bewegung und Bild-schirmzeit sowie BMI. Entsprechend diesen Kriterien weisen die Studien eine hohe Qualität auf. Schwächen zeigten sich bei der Partizipation der Beteiligten, der Verstetigung der Maßnahmen und bei der Einbindung weiterer Akteure. Die erzielten Effekte bei den Schülerinnen und Schülern waren ebenfalls überwiegend positiv. Obwohl eine Energiereduzierung bei der täglichen Nährstoffaufnahme der Kinder stattfand, bewegte sich diese im von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Bereich. Die durch die WHO empfohlene Bewegungsdauer von 60 Minuten am Tag wurde überwiegend nicht erreicht, obwohl eine Steigerung der körperlichen Aktivität erfolgte. Eine sehr innovative Maßnahme mit positiven Ergebnissen, die und mit wenig Aufwand von weiteren Schulen übernommen werden könnte, war die der „Narration“. Bilder und Texte zum Thema Gesundheit wurden von den Kindern erstellt und zu Zeitungen zusammengestellt. Auf diese Weise konnten die Kinder eigene Fähigkeiten entwickelten und gesunde Entscheidungen treffen. Ein gutes Beispiel für Empowerment der Schülerinnen und Schüler. Die Maßnahmen zeigen, dass eine Veränderung im Verhalten der Kinder sowie in deren Umfeld sich positiv auf die Senkung der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas auswirkten. Eine Steigerung im Bewusstsein ist wichtig, um das Phänomen der steigenden Prävalenzen in den Griff zu bekommen

Kurzfassung auf Englisch:

Not only industrialized countries suffer from an increasing prevalence of over-weight and obesity, as developing countries are also affected. Mexico displays the highest rate of childhood obesity worldwide. The need for school-based interventions in favor of health promotion and prevention exists, especially because Mexican schools are identified as ´obesogenic environments´. This paper aims to describe six measures found in the database ”PubMed“ and to evaluate them based on criteria from the ”Federal Center of Health Education“ in Germany. The results of these studies were classified into three main aspects: caloric intake plus food supply, physical activity as well as sedentary lifestyle, and BMI. While the studies showed an overall high quality and fulfilled most of the criteria, they revealed limitations in regard to the participation of target groups, the stabilization of activities and the integration of further stakeholders. Although all the strategies displayed a positive effect, only one intervention attested sustainable results concerning the children's weight management. The student´s energy intake levels were still situated within the recommended area of the ”German Nutrition Society (DGE)“. The recommendation made by the WHO to engage in at least 60 minutes of physical activity per day was predominantly not met, even though the children proved to be more active after the intervention. A particularly innovative form of health promotion is the strategy of ´narration´. In this case, children were encouraged to design papers about health-related topics. Thus, the children were empowered to develop and foster the ability to make their own healthy choices. However, there is still need for more interventions and a closer cooperation with schools to optimize the sustainability of existing measures.

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