Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen im Asylverfahren in Deutschland

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Gesundheitswissenschaften
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Asylbewerber , Medizinische Versorgung , Deutschland
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Kurzfassung auf Deutsch:

In der Hoffnung auf humanitären Schutz und Sicherheit haben im Jahr 2015 ca. 1,1 Millionen Menschen einen Antrag auf Asyl in Deutschland gestellt. Die Aufnahme von vielen Personen in kurzer Zeit stellt die Versorgungsstrukturen vor Herausforderungen. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung und medizinischen Versorgungseinrichtungen ist grundlegend für die Erhaltung der persönlichen Gesundheit und dem Schutz vor schwerwiegenden Erkrankungen. Die Bewahrung vor gesundheitlichem Schaden und die Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen stellt ein Menschenrecht dar, das unabhängig von Glauben, Nationalität, Geschlecht und Hautfarbe sowie sozialem Status jedem Menschen auf der Welt gewährleistetet werden muss. Der aufenthaltsrechtliche Status darf hierbei keine Rolle spielen. Dies garantieren die Menschenrechte, zu denen sich die BRD bekannt hat. Dem entgegen steht, dass Menschen im Asylverfahren einen durch Gesetze eingeschränkten Leistungsanspruch auf Gesundheitsversorgung haben. Zusätzlich ist der Zugang zu medizinischer Versorgung in manchen Bundesländern erschwert. Das Ziel der vorgelegten Arbeit ist es, Erkenntnisse über Verfahren zum Zugang zu Gesundheitsversorgung für Asylsuchende zu ermitteln und zu überprüfen, inwiefern diese mit dem Anspruch der Menschenrechte vereinbar sind. Für die vorliegende Bachelorarbeit wurde eine Analyse von themenbezogenen Dokumenten und (Fach-) Literatur sowie Gesetzestexten und Presseberichten durchgeführt. Ergebnis der Arbeit ist, dass die BRD sich in verschiedenen internationalen und europäischen Abkommen zur Wahrung der Menschenrechte bekannt hat, die auch das Recht auf ein individuelles Höchstmaß an Gesundheit und das Recht auf Zugang zu medizinischer Versorgung beinhalten. Die Inanspruchnahme dieser Rechte wird Menschen im Asylverfahren in Deutschland nicht hindernisfrei und ohne Einschränkungen ermöglicht. Um dies zu verändern wird die flächendeckende, bundeseinheitliche und für alle Bundesländer verpflichtende Einführung einer eGK für alle Asylsuchenden in Deutschland gefordert. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden vorgeschlagen, die im Ausblick detaillierter vorgestellt werden.

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