Rettungsalgorithmen - Untersuchung zur Wirksamkeit bei Anwendung durch Laienhelfer

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Dokumentart: Bachelor Thesis
Institut: Department Medizintechnik
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Rettungswesen , Algorithmus , Helfer
DDC-Sachgruppe: Allgemeines, Wissenschaft

Kurzfassung auf Deutsch:

Rettungsalgorithmen sind bereits seit längerer Zeit Standard in der internationalen professionellen medizinischen Notfallversorgung. Sie sorgen für systematische und standardisierte Abfragemuster und Maßnahmenkataloge, die dem medizinisch geschultem Personal ihre Arbeit erleichtern oder sogar ermöglichen. Während Rettungsdienstleister ihre Mitarbeiter regelmäßig in der Anwendung von diesen Algorithmen schulen, bekommen Außenstehende davon nur wenig mit. Diese Außenstehenden sind jedoch häufig die ersten Personen, die an einem Unfallort eintreffen oder einer verletzten oder erkrankten Person begegnen. Friedrich Wilhelm Ahnefeld sieht die Erste Hilfe als ein wichtiges Glied innerhalb der Rettungskette, welche maßgeblich über Erfolg und Misserfolg einer medizinischen Menschenrettung entscheidet. Mit einer gezielten Steigerung der Effektivität und Effizienz dieser Ersthelfer könnte eine weitreichende Verbesserung der medizinischen Notfallrettung erzeugt werden. Dafür wurden Laienhelfer mit einer Applikation des Projektträgers Intuaid ausgestattet und in ein Szenario eingebunden. Zwei verschiedenen Szenarien wurden gewählt, welche sich in statistisch relevanten Erkrankungsmustern bewegten und durch Erste Hilfe bewältigt werden konnten. Die Applikation sorgte für die graphische und logische Darstellung des auf Basis des Advanced Medical Life Support Schulungsprogramms (AMLS) angepassten Algorithmus. Es zeigte sich, dass Probanden mit der Unterstützung der Applikation im Durchschnitt näher mit dem Patienten kommunizierten, systematischer gehandelt haben und weniger gestresst wurden als Probanden ohne diese Hilfestellung. Um die Stellung von Ersthelfern innerhalb der Gesellschaft und der Rettungskette zu stärken, sollten nun weitere Versuche initiiert und die Etablierung von Rettungsalgorithmen in der Bevölkerung vorangetrieben werden.

Kurzfassung auf Englisch:

Since a long time rescue algorithms are standard within international and professional emergency medical treatment. They provide systematic and standardized inquiry patterns and measure catalogs for medical trained personnel, which disburdens or even enables them to do their work. While emergency rescue services train their employees in performing said algorithms on a regular basis, strangers in those fields wont receive this kind of education. Most of the times, those strangers are the first to discover an accident or a person in need of medical treatment. Friedrich Wilhelm Ahnefeld claims first aid as one of the important chain links within his „Rettungskette“ (rescue chain), which decides significantly between success and failure of human medical lifesaving. With well-directed increase in effectiveness and efficiency of those first aid providers, large-scale improvements in emergency treatment could possibly be generated. For testing this, lay first aiders were provided with an application by the project executing organization Intuaid and afterwards send into a scenario. Two different scenarios were chosen, each of them representing statistically relevant diseases respectively injuries, which were possible to treat with first aid measures. The application provided a graphical and logical presentation of an algorithm, customized to the user group due basis of Advanced Medical Life Support schooling method (AMLS). It was found, that subjects, who were provided with the application, on average were closer communicative, acted more systematically and were less stressed than test persons without the application. To reinforce the position of lay first aiders within society and the rescue chain, more studies should be initiated. Furthermore the establisment of rescue algorithms in the population be sped up.

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